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Nettetal: EGN bedauert Absage des Abfallbetriebs Kreis Viersen

Abfallgesellschaft plant Wertstoff- und Logistikzentrum in Nettetal : EGN bedauert Absage des Abfallbetriebs Kreis Viersen

Im November 2020 hatte die EGN dem Abfallbetrieb (ABV) des Kreises Viersen ein Pachtangebot unterbreitet. Im Dezember 2020 fand ein Gespräch zwischen der Geschäftsführung der EGN und der Betriebsleitung des ABV statt. Letztendlich nimmt der Kreis Viersen das Angebot aber nicht an.

Die Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) bedauert die Entscheidung des Abfallbetriebs Kreis Viersen für den Standort Nettetal-Kaldenkirchen. Der Abfallbetrieb  hatte die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH am Mittwoch informiert, dass er nicht auf das Angebot der EGN eingehen möchte, den Umschlag der Siedlungsabfälle auch zukünftig am Standort Viersen II abzuwickeln. Der ABV lehnte ein entsprechendes Pachtangebot der EGN ab. Etwa 130.000 Tonnen Siedlungsabfälle (inklusive Bioabfälle) werden daher voraussichtlich ab 2025 nicht mehr in Viersen, sondern in Nettetal umgeschlagen.

In der Stellungnahme des Unternehmens heißt es: „Die EGN bedauert diesen Schritt, da aus ihrer Sicht der Standort in Süchteln nicht nur zentral im Kreisgebiet liegt und sich bereits seit Jahren für den Umschlag von Abfällen für den Kreis Viersen bewährt hat, sondern auch eine bewährte Logistik und qualifiziertes Personal am Standort vorhanden sind.“ EGN hatte daher Gespräche mit dem ABV geführt, die „in einem sehr wirtschaftlichen Pachtangebot“ für die vom Kreis benötigten Anlagenteile mündeten.

Nach der Absage des ABV werde die EGN daher eigene Planungen für die zukünftige Nutzung der Abfallsortieranlage am Standort Viersen II (Süchteln) vorantreiben. Doch noch ist die Tür nicht ganz zu: Sollte das Genehmigungsverfahren in Nettetal scheitern, stehe EGN weiterhin für Gespräche zur Verfügung, solange keine anderweitigen Investitionsentscheidungen gefällt worden sind.

Im Genehmigungsverfahren zur Errichtung und zum Betrieb einer Anlage zur zeitweiligen Lagerung und zum Umschlag von nicht gefährlichen Abfällen am Standort Zillessen-Allee in Nettetal hat die Bezirksregierung im Rahmen einer Ermessensentscheidung entschieden, dass der ursprünglich für den 2. Februar anberaumte Erörterungstermin entfällt. Das wurde am Donnerstag im Amtsblatt der Bezirksregierung Düsseldorf veröffentlicht.

Bei der Offenlage wurden insgesamt drei Einwendungen vorgebracht. Die erhobenen Einwendungen bedürfen nach Einschätzung der Genehmigungsbehörde keiner mündlichen Erörterung im Rahmen eines Erörterungstermins. Über die vorgebrachten Einwendungen könne nach Aktenlage entschieden werden.