Ein Memo-Spiel für Kaldenkirchen Spielend Kaldenkirchen kennenlernen

Kaldenkirchen · Aus einer netten Überraschungsidee ist eine kleine Erfolgsgeschichte geworden: Christoph und Lintrut Peters haben für Kaldenkirchen ein Stadt-Memo entwickelt und in ihrer Druckerei hergestellt.

 Beim Memo-Spiel gibt es 15 Bildpaare mit Strichzeichnungen von historischen Bauten oder Denkmälern im Ortskern von Kaldenkirchen. Die Rückseite ziert das Wappen der früheren Stadt Kaldenkirchen.

Beim Memo-Spiel gibt es 15 Bildpaare mit Strichzeichnungen von historischen Bauten oder Denkmälern im Ortskern von Kaldenkirchen. Die Rückseite ziert das Wappen der früheren Stadt Kaldenkirchen.

Foto: Heribert Brinkmann

Brigittenheim, Haus Poensgen, Haus Grüters oder Zigarrendreher: Wer das Stadt-Memo Kaldenkirchen spielt, begibt sich auch auf einen imaginären Bummel durch den Ortskern von Kaldenkirchen. 15 historische Gebäude oder Denkmäler bietet das Spiel, das vielleicht den ein oder anderen Spieler dazu verleitet, durch den Ortskern zu gehen und die aufgedruckten Motive mal im Original in Augenschein zu nehmen.

Lintrut Peters hatte 2017 die Idee zu diesem Spiel, als der Besuch einer Gruppe des Bürgervereins Kaldenkirchen anstand. Über mehrere Schritte wurden Fotos von Gebäude in eine Strichzeichnung verwandelt und mit einer Digitaldruckmaschine auf Pappe aufgedruckt. Eine zweite Maschine schneidet die Karten aus und fertig ist das Spiel. Inzwischen ist die erste Auflage vergriffen, die letzten Exemplare gingen vor Weihnachten aus. Jetzt gibt es das Memo-Spiel neu in einer zweiten Auflage, schön verpackt in einer weißen Metalldose.

 Christoph und Lintrut Peters mit dem Spiel für Kaldenkirchen.

Christoph und Lintrut Peters mit dem Spiel für Kaldenkirchen.

Foto: Heribert Brinkmann

Das  Drucker-Ehepaar hat auch überlegt, im Jubiläumsjahr ein Memo-Spiel für ganz Nettetal aufzulegen. Aber es ist vorerst bei der Idee geblieben. Schließlich ist das Spiel eher ein Hobby und Nebensache in ihrer ganz normalen Druckerei.

Aber so ganz normal ist „Toni Peters Druck“ in Kaldenkirchen auch nicht. Christoph Peters hat den Betrieb von seinem Vater übernommen und führt ihn in zweiter Generation fort. Zusammen mit seiner Frau Lintrut und einem guten Freund aus den Niederlanden ging es mit einer Buchdruckpresse über Märkte und Stadtfeste wie etwa das Frühlingsfest. Da konnten Kinder etwa ihren Namen selber drucken.

So entstand auch die Idee für individuell bedruckte Bierdeckel – in fast jeder Größe und Form. Die Besucher der Druckerei wollten individuelle Einladungen, Hochzeits- oder Geburtstagskarten. So etwas professionell zu gestalten, sei nicht kostendeckend anzubieten. So kamen die Peters auf die Idee zu ihrer Bierdeckel-Fabrik. Die funktioniert online. Dort kann der Kunde unter neun Formen auswählen und online selber gestalten. Für viele ist das ein großer Partyspaß. Im Durchschnitt gehen drei Bestellungen pro Tag ein, das mache rund 1000 im Jahr. Die Kunden können zwischen Auflagen von 25 bis 500 Stück wählen. Die Bierdeckel-Besteller kommen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.