Nettetal: Drei große Bäume für eine Robinie

Leuth : Drei große Bäume für eine Robinie

Die CDU-Fraktion fand im Ausschuss für Stadtplanung den Durchbruch zum Kompromiss: Die Robinie wird gefällt, dafür werden die drei Ersatzbäume größer. Sie sollen einen Stammumfang von 60 Zentimetern haben.

Bei einem Ortstermin von Mitgliedern der CDU-Fraktion und der Verwaltung mit Karl-Heinz Heydhausen, dem Initiator von Rettet die Robinie, am Montag in Leuth gelang der Durchbruch. Marcus Optendrenk (CDU) präsentierte dann in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung den Kompromissvorschlag: Die Robinie, die jetzt auf dem Petershof allein auf weiter Flur steht, wird zwar doch wie geplant gefällt. Doch in den drei Pflanzbeeten werden Bäume mit einem Stammumfang von 60 Zentimetern eingesetzt. Das sind doch schon stattliche Bäume mit einer entsprechenden Krone. Das Blätterdach ist dann sofort der gewünschte Schattenspender. Der von der CDU eingebrachte Kompromissvorschlag wurde schließlich einstimmig angenommen. Nach der Sitzung zeigte sich Karl-Heinz Heydhausen zufrieden mit dem getroffenen Beschluss.

Der Sitzungssaal des Lobbericher Rathauses war ungewöhnlich voll. Hinter den Reihen der Politiker hatten rund 30 Zuhörer Platz genommen und folgten der Sitzung geduldig bis zum Tagesordnungspunkt 12 mit Heydhausens Antrag zum Erhalt der Robinie. In der ursprünglichen Vorlage zur Sitzung hatte die Verwaltung noch empfohlen, den Antrag auf Erhalt der Robinie abzulehnen. Aber: Die Verwaltung wollte prüfen, welche Baumart mehr Schatten spendet als der aktuell noch vorgesehene Feld-Ahorn.

Die Robinie, um die es am Petershof geht, hat einen Stammumfang von etwa 1,40 Metern, eine geschätzte Höhe von 16 Metern und eine Kronenbreite von 13 Metern. Ohne diesen Baum sei in den Sommermonaten kein Schatten für die geplanten Sitzmöglichkeiten gegeben. Beim Stadtteilgespräch in Leuth war vom Rathaus argumentiert worden, die neue Planung bedeute mehr Grün als die eine Robinie. Heydhausen, der an diesem Gesprächstermin krankheitsbedingt nicht teilnahm, befürchtete, dass die drei geplanten Neupflanzungen Jahre brauchten, bis sie eine schattenspendende Funktion erfüllen könnten.

Mit dem Beschluss im Planungsausschuss ist die Umgestaltung des Peterhofes jetzt auf der Zielgerade. Zurzeit werden an der Dorfstraße Tiefbauarbeiten erledigt. Am Ende wird der Straßenverlauf etwas verschwenkt, um den Abstand zu den Häusern gegenüber des Platzes zu vergrößern und Bürgersteige auf beiden Seiten anzulegen. Der südliche Platzzipfel wird neu gepflastert, in den Boden werden drei Pflanzbeete mit einer Sitzmauer mit Holzauflage integriert. In jedes Beet wird ein Baum gesetzt, der vom Boden aus angestrahlt wird. Bisher war der Feld-Ahorn als Baumart ausgewählt. was jetzt als Ersatz für die Robinie gepflanzt werden soll, ist noch nicht entschieden.

In der Diskussion im Ausschuss zeigte sich Zustimmung zum Kompromiss. Auch die Grünen hatten einen Ortstermin gemacht. Guido Gahlings erklärte, die Grünen hätten gern die Robinie in den Plan mit einbezogen, aber der gefundene Kompromiss entspreche der Diskussion bei den Grünen. Rolf Spitzkowsky von der SPD sowie FDP und WIN stimmten dem Kompromiss zu. Marcus Optendrenk freute sich über die Zustimmung der Fraktionen. Eine Minute vor Toresschluss sei für diese Planung „das Tüpfelchen auf dem i“ gefunden worden.

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