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Weltliteratur in Nettetal Güçyeters Lesefest in Lobberich

Nettetal-Lobberich · Der mehrfach ausgezeichnete Autor und Verleger Dinçer Güçyeter veranstaltet im August das Lesefest „Weltliteratur im Ghetto“ in Lobberich. Was – unter anderem in einer Pommesbude – geplant ist.

 Autor Dinçer Güçyeter möchte seiner Heimat Lobberich „etwas zurückgeben“.

Autor Dinçer Güçyeter möchte seiner Heimat Lobberich „etwas zurückgeben“.

Foto: bauch, jana (jaba)

Eine Lesung in der Pommesbude? Der Lobbericher Autor und Verleger Dinçer Güçyeter ist immer wieder für Überraschungen gut. Der mehrfach ausgezeichnete Autor will seiner Heimatstadt Lobberich „etwas zurückgeben“. Dank der Förderungen der Kunststiftung NRW und der Stadt (Nettekultur) war es ihm möglich, einige seiner Kolleginnen und Kollegen nach Nettetal einzuladen. Dieses Lesefest nennt er ein Experiment, das Weltliteratur im Ghetto zum Klingen bringen will. Mit Ghetto meint der Autor sein eigenes näheres Umfeld, sprich Lobberich. Wer Lust auf dieses Experiment hat, sollte sich für Freitag, 18. August, und Samstag, 19. August, nichts anderes mehr vornehmen.

Das Lesefest startet am 18. August um 15 Uhr im Tekin’s Imbiss an der Hochstraße 35. Unter dem Titel „Vergessene Orte, vergessene Gesichter“ lesen Kaska Bryla und John Sauter aus Leipzig. Bryla, zwischen Wien und Warschau aufgewachsen, hat Literarisches Schreiben in Leipzig studiert. Heute gibt sie Kurse im kreativen Schreiben, unter anderen in Gefängnissen oder für geflüchtete Frauen. John Sauter ist Autor und Musiker in Leipzig.

Um Kindheit, Träume und Hoffnungen geht es am Abend um 19 Uhr in der Pop Up Scheune an der Hochstraße 73. Mit dabei sind Martina Hefter, Autorin und Performerin in Leipzig, Behzad Karim Khani, der aus einer Künstlerfamilie in Teheran stammt und heute als Journalist und Autor in Berlin-Kreuzberg lebt, und Ralph Tharayil aus Berlin. Der Sohn südindischer Migranten in der Schweiz legte im Februar sein literarisches Debut vor: „Nimm die Alpen weg“.

Weiter geht es am Samstag, 19. August. Es beginnt wieder um 15 Uhr, diesmal in der Buchhandlung Matussek an der Marktstraße 13. Zu hören ist die Kölner Autorin Ulrike Anna Bleier, die mit nicht-hierarchischen Erzählweisen experimentiert. Um transmediale und feministische Perspektiven geht es der Poetin Swantje Lichtenstein aus Düsseldorf. „Immer auf der Reise“ ist der Nachmittag überschrieben.

„Mit anderen Zungen sprechen“, darum geht es zum Abschluss am Samstagabend um 19 Uhr im Elif-Garten an der Steegerstraße 35. Eingeladen ist die Berliner Lyrikerin und Übersetzerin Uljana Wolf, die das Literaturfestival Poetica VI in Köln kuratierte. Auch Lyrikerin und Übersetzerin in Berlin ist Odile Kennel, die auf Deutsch und Französisch schreibt. In ihrem Essay Lust und ihrem Gedichtband Hors Texte lotet sie den Raum zwischen Text und Sex aus.

Jede der vier Lesungen kostet fünf Euro Eintritt, die Festivalkarte 15 Euro. Der Kartenverkauf läuft über die E-Mail script@elifverlag.de oder die Buchhandlung Matussek, Telefon 02153 916430, buchmatussek@t-online.de. Weitere Lesungen schließen sich im Herbst an, zusammen mit Projekt Raum Kunst in Busch 8 und den Nettetaler Literaturtagen.

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