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Nettetal: Der Flut folgt eine Welle der Solidarität

Solidarität aus Nettetal : Der Flut folgt eine Welle der Solidarität

Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat eine große Hilfswelle ausgelöst. Auch aus Nettetal haben sich Ehrenamtliche aufgemacht. Die Stadt selber hat dem THW aus ihren Beständen 200 Stahlbetten zur Verfügung gestellt.

Bereits an zwei Wochenenden machte sich Dierck Erber mit Helfern auf den Weg nach Ahrweiler, um dort dringend benötigte Hilfsgüter zu verteilen. In seinem Geschäft 08/15 mit Vintage-Möbeln hat er zuvor die Spenden gesammelt und in einen Transporter verladen. Darunter waren Wasser und Getränke jeder Art, Hygieneartikel, Toilettenpapier, Babynahrung und Windeln. Mit dabei aber auch Besen, Abzieher, Gummistiefel und Eimer. Gefragt waren auch Tiernahrung und haltbare Lebensmittel wie Suppen oder Würstchen. Erber war mit seinem Laden von der Lobbericher Straße in Breyell nach Dyck 10 umgezogen, wo entschieden mehr Platz zur Verfügung steht. Er war überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft, aber auch bewegt von der Not vor Ort. Vieles wurde direkt vom Transporter weggegeben.

Auch die Stadt ist aktiv für die Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe. Als Sofortmaßnahme für die vom Hochwasser betroffenen Gebiete stellte die Stadt Nettetal am vergangenen Samstagmorgen 200 originalverpackte Stahlbetten aus eigener Lagerhaltung dem Ortsverband Nettetal des Technischen Hilfswerks (THW) zur Verfügung. In den Logistikhallen des THW-Landesverbandes werden diese zwischengelagert und anschließend für den Einsatz der vom THW betriebenen Bereitstellungsräume vorgesehen. Bürgermeister Christian Küsters (Grüne), der gemeinsam mit Ina Prümen-Schmitz, Fachbereichsleiterin Senioren, Wohnen und Soziales, beim Einladen der Betten half, zeigte sich froh über die schnelle Hilfe: „Neben der Aktion ´Nettetal hilft´, die wir mit der Hilfsorganisation Human Plus durchführen, ist es gut, dass wir den derzeit nicht benötigten Vorrat an Stahlbetten sinnvoll nutzen können.“

(hb)