Sommergespräch mit Renate Dyck Das Ampelbündnis funktioniert bestens

Nettetal · Die SPD-Politikerin ist seit Jahrzehnten vor Ort engagiert. Sie wünscht sich, dass sich jetzt mehr junge Menschen in der lokalen Politik engagieren. Es gebe viele soziale Fragen, auf die Antworten gegeben werden müssten.

       Renate Dyck, SPD-Fraktionsvorsitzende im Nettetaler Stadtrat, in ihrem Haus in Schaag – ihrem Geburtsort. Die Vorsitzende des Kulturausschusses liebt Bücher, Theater und Kunst, wie die Bilder von Heinz Lanser aus Lobberich an der Wand zeigen.

Renate Dyck, SPD-Fraktionsvorsitzende im Nettetaler Stadtrat, in ihrem Haus in Schaag – ihrem Geburtsort. Die Vorsitzende des Kulturausschusses liebt Bücher, Theater und Kunst, wie die Bilder von Heinz Lanser aus Lobberich an der Wand zeigen.

Foto: Heribert Brinkmann

Als sie 1977 Ortsvorsitzende wurde, war sie 27. Mit 29 Jahren kam sie zum ersten Mal in den Stadtrat. Heute hat die 70-Jährige über 45 Jahre lokale Politik gemacht. Dass mit Philipp Heks ein 26-Jähriger für den Vorsitz der CDU in Nettetal antritt, findet sie gut. Doch in den Gremien aller Parteien und Fraktionen sieht sie zu wenig junge Menschen. „Wie politisiert man die Jugend?“, fragt sie sich. Der sachkundige Bürger der SPD-Fraktion Mike Rose ist über 30, die Nachwuchshoffnung Katarina Charalambakis studiert in Mannheim und soll bald nach England gehen. Jetzt ist sie noch stellvertretende SPD-Vorsitzende und Juso-Vorsitzende in Nettetal. „Macht uns doch mal Feuer unterm Hintern“, sagt Renate Dyck salopp. Sie erinnert sich an eigene Juso-Zeiten. Da war man aufsässig und hat mitmischen wollen. „Wir brauchen dringend einen Generationenwechsel“, sagt sie heute und meint nicht nur die SPD-Fraktion.