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Nettetal: CDU-Antrag zur Müllvermeidung

Kommunalpolitik in Nettetal : CDU-Antrag zur Müllvermeidung

Die Klima-Arbeitsgruppe der CDU-Fraktion hat sehr viele verschiedene Ideen erarbeitet. Ein Schwerpunkt liegt beim Projekt „Zero Waste“ (null Müll). Dabei gibt es Vorschläge für die Verwaltung, Gewerbebetriebe, aber auch den privaten Konsum.

Nettetal (hb) Alle fünf Fraktionen haben gemeinsam einen Antrag zum Klimawandel erarbeitet: ein starkes Signal an die Nettetaler. In der Arbeitsgruppe Klima hat die CDU-Fraktion darüber hinaus eine Initiative entwickelt, die sie jetzt als „Zero Waste“ (null Müll) zum Antrag erheben will. Dies entspricht dem deutschen Begriff der Abfallvermeidung. In der Begründung heißt es, das ökonomische Prinzip bedeute herstellen, verbrauchen und wegwerfen. Nahezu alles Geschaffene werde irgendwann weggeworfen, werde also zu Müll. „Wir tun so, als wenn uns die Rohstoffe dieser Erde in unbegrenzter Menge zur Verfügung stehen und übersehen dabei, dass unseren Nachkommen keine Ersatz-Erde zur Ausbeutung zur Verfügung stehen wird“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Boyxen.

In dem CDU-Antrag gibt es drei Bereiche, in denen „Zero Waste“ angestrebt werden soll: in der Verwaltung, in der Industrie und im privaten Verbrauch. Was kann dabei Politik vor Ort umsetzen? Allein für die Abfallreduzierung im Alltag durch verantwortungsbewussten Konsum gibt es jede Menge verschiedene Ideen: Unterstützung bestehender Initiativen wie Second-Hand-Läden und Flohmärkte, Förderung digitaler Tauschbörsen, etwa bei Sportvereinen, Reparaturbörsen, Gebrauchtwarenkaufhaus, Heimkompostierung,  Berücksichtigung innovativer Abfallsysteme im Rahmen der Stadtentwicklung, Förderung von Energie- und Ressourcen-schonendem Bauen und Renovieren, Kindertagesstätten und Schulen mit Essensausgabe ohne Plastikgeschirr oder Frischmilchverkauf an Schulen direkt vom Bauern.

(hb)