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Nettetal: Blumeninsel mitten in Lobberich

Im Ortskern von Lobberich : Neue Blumeninsel mitten in der Fußgängerzone

Eine Initiative des Verkehrs- und Verschönerungsverein Lobberich wurde mit Fördermitteln umgesetzt. Die Blumeninsel soll Passanten, aber auch Insekten von Nutzen sein.

Geld aus Fördertöpfen von Bund und Land ist mitten in der Fußgängerzone von Lobberich angekommen: Eine runde Blumeninsel soll insektenfreundliche Vegetation in der gepflasterten Von-Bocholtz-Straße und gleichzeitig eine Sitzgelegenheit für Passanten und Radtouristen bieten. Und da man mit der Gastronomie am Platze nicht konkurrieren will, wurde die Blumeninsel im vorderen Bereich aufgestellt, dort wo die Hochstraße gekreuzt wird. Vorsitzender Ralf Stobbe und Vorstandsmitglied Dietmar Sagel sind mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden.

Die Blumeninsel ist ein Gemeinschaftswerk vieler Beteiligter. Initiator war der VVV, also der Verkehrs- und Verschönerungsverein Lobberich, der etwas zur Belebung des Ortskerns beitragen will. Da es sich beim Standort um eine öffentliche Fläche handelt, ist auch die Stadt mit von der Partie. Bürgermeister Christian Küsters (Grüne) unterstützt das Projekt, Heike Meinert, Bereichsleiterin Stadtgrün beim Nettebetrieb, hat das Projekt beratend begleitet. Mit im Boot war auch der Nabu Nettetal. Vorsitzender Jürgen Tüffers und Heinz Tüffers, Mitgründer des Naturschutzhofes Sassenfeld – beide übrigens nicht verwandt – sind beim Projekt beteiligt, indem der Nabu Richtung Ludbach-Passage ein Insektenhotel aufstellen und vor Ort für Informationstafeln sorgen wird. Und nur ein paar Schritte von ihrem Geschäft Geschenke Pickers muss Maria Müllers gehen, um zur Blumeninsel zu gelangen. Sie hat sich bereit erklärt, als Betreuerin die Blumeninsel ehrenamtlich zu pflegen. Mit einem Ahornbäumchen und Stauden wie Sommerflieder hat Michael Lemkens vom Garten- und Landschaftsbau Lemkens die Blumeninsel ansprechend bepflanzt.

  • Ein möglicher Verwendungszweck: Gutscheine für Nachhilfe.⇥Foto:
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Finanziert wurde das Projekt zu 80 Prozent mit Fördermitteln des Vereins Leistende Landschaft (Leila) der Leader-Region der vier Kommunen Geldern, Kevelaer, Nettetal und Straelen. Zur Vorstellung der Blumeninsel war Regionalmanagerin Ute Neu nach Lobberich gekommen. In diesem Jahr waren Vereine, Einrichtungen, aber auch Einzelpersonen aufgerufen, beim Regionalmanagement der Leader-Region Förderanträge für Kleinprojekte bis 20.000 Euro Gesamtkosten einzureichen. Der VVV Lobberich war mit einem Antrag dabei. Insgesamt gab es mit rund 40 Anträgen und einem Volumen von mehr als 450.000 Euro einen großen Ansturm auf die Fördermittel im Programm „Kleinprojekte“. So konnten nicht alle Bewerbungen zum Zuge kommen. Mit den 19 ausgewählten Kleinprojekten wurden die zur Verfügung stehenden Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro vollständig gebunden. 180.000 Euro werden vom Bund und vom Land finanziert, den regionalen Eigenanteil von 20.000 Euro teilen sich die vier beteiligten Kommunen. Es sind Projekte aus allen vier Kommunen mit dabei, der VVV ist mit seinem Kleinprojekt „Lobberich mittendrin“ in Nettetal dabei.