Riesiger Sandkasten: Nettetal bekommt riesengroßen Sandkasten

Riesiger Sandkasten: Nettetal bekommt riesengroßen Sandkasten

Familien, die in den Sommerferien nicht in den Urlaub fahren, sollen dort spielen können

Nettetal (emy) Am 16. Juli beginnen die Sommerferien. Nicht alle Familien werden wegfahren, sie sollen aber trotzdem die Gelegenheit haben, Sand unter ihren Füßen zu spüren, findet Anestis Ioannidis. Darum haben der Vorsitzende der Nettetaler Hilfsorganisation „Human Plus“ und seine Mitstreiter einen Plan gefasst: Sie wollen in der Fußgängerzone in Lobberich einen Sandkasten aufstellen – 64 Quadratmeter groß und mit Liegestühlen und Spielgeräten versehen. „Ich hoffe, dass wir damit etwas erreichen können für Kinder, die nicht in den Urlaub fahren können“, sagt Ioannidis.

Die Idee habe er im vergangenen Jahr gehabt, berichtet er: „Damals waren wir aber so mit unseren Auslandsprojekten beschäftigt, dass der Zeitplan zu eng geworden wäre.“ Vorbild seien Kempen und Aachen, „die Sandkästen dort werden vor allem von Familien und Kindergärten sehr gut angenommen“, sagt Ioannidis. In Lobberich sollen der Sandkasten und das Equipment die gesamten Sommerferien über stehen bleiben, auch nachts. „Es bleibt zu wünschen, dass die Aktion nicht wegen Vandalismus frühzeitig beendet werden muss“, sagt Ioannidis.

Eröffnung ist am letzten Schultag, Freitag, 13. Juli. In Absprache mit der Stadtverwaltung wird der Sandkasten am Eiscafé Hüpen, Von-Bocholtz-Straße 6a, errichtet. Den ursprünglich geplanten Standort in der Nähe des Brunnens, wo gerade auch die Holzeisenbahn des Verkehrs- und Verschönerungsvereins eingeweiht wurde, hatte man verworfen. „Es bestand die Sorge, dass die Kinder den Sand in den Brunnen tragen und dieser verstopft“, sagt Ioannidis.

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Bürgermeister Christian Wagner (CDU) begrüßt die Aktion. „Der Sandkasten in der Innenstadt ist eine tolle Idee“, sagt er. „Es gibt den daheim gebliebenen Kindern die Möglichkeit, bei schönem Wetter nach Herzenslust mit anderen Kindern zu spielen und zu buddeln. Gleichzeitig wird er zum temporären Mittelpunkt, wo Eltern, Großeltern, Bürgerinnen und Bürger sich treffen.“

Die Kosten von etwa 2000 Euro werden aufgeteilt. „Jeder trägt seinen Teil“, sagt Ioannidis. Die Stadt, der Supermarkt Esch, die Bau- und Möbeltischlerei Robert Hellmann, der Medienpark Nettetal und R&H Kronen unterstützen die Aktion. Der Holzkasten hat eine Höhe von etwa 40 Zentimetern und wird knapp 35 Zentimeter hoch mit Sand gefüllt. „Dafür brauchen wir bestimmt drei Lkw-Ladungen“, sagt Ioannidis. Als Spielzeuge sind Bagger und Lastwagen angedacht, die so groß sind, dass sich Kinder drauf setzen können. Ioannidis: „Ich bin zuversichtlich, dass die Mitbürger die Aktion schätzen und alles gut behandeln.“