Arbeiten in den Schulferien in Nettetal Stadt baut Versickerungsanlage an der Werner-Jaeger-Halle

Lobberich · Das Bauwerk soll die Neubildung von Grundwasser fördern und dem Austrocknen innerstädtischer Bereiche entgegenwirken. Warum die Bauarbeiter ihren Urlaub umplanten.

 Zwischen Werner-Jaeger-Halle (links) und Gymnasium  wird derzeit eine Rigolen-Versickerung errichtet. 
  Foto: Stadt Nettetal

Zwischen Werner-Jaeger-Halle (links) und Gymnasium  wird derzeit eine Rigolen-Versickerung errichtet. Foto: Stadt Nettetal

Foto: Stadt Nettetal/Satdt Nettetal

(RP) Bauarbeiten und Bagger an der Werner-Jaeger-Halle – was ist da los? Die Antwort laut Stadtverwaltung: An der Halle und am angrenzenden Hof des Gymnasiums wird derzeit eine Rigolen-Versickerungsanlage errichtet. Für Menschen, die keine Bauingenieure sind: Eine Rigole ist ein Pufferspeicher, der Regenwasser aufnimmt und versickert. Der Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt Rinne. 

An der Werner-Jaeger-Halle soll nach Angaben der Stadt künftig Niederschlagswasser einer Fläche von rund 3200 Quadratmetern in dem neuen Bauwerk versickern, sodass es nicht mehr dem natürlichen Wasserkreislauf entzogen und auf kürzestem Weg dem Grundwasser zugeführt wird. Durch die Versickerung werde die Neubildung von Grundwasser gefördert, sagt die Stadtverwaltung. Nettetal setze sich damit gegen die Austrocknung von innerstädtischen Bereichen ein.

Errichtet wird dazu eine Rigole von 15 Metern Länge, zwei Metern Breite und zwei Metern Höhe. Insgesamt nehmen 160 sogenannte Rigolenfüllkörperboxen das Wasser auf. Das Vorhaben wird komplett aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bezahlt. Neben dem Bau der Rigole werden zudem Sedimentationsschächte errichtet. Diese dienen der Reinigung des Niederschlagswassers. Zugleich werden Kanalbauarbeiten in der Zufahrt der Werner-Jaeger-Halle, zwischen Mensa und der Werner-Jaeger-Halle sowie vor der Halle ausgeführt. Alte Entwässerungseinrichtungen werden stillgelegt.

Dass es zu längeren Lieferzeiten kommen könne, sei bereits einkalkuliert worden, sagt die Stadt. Um den engen Zeitplan einzuhalten, verzichte die Kolonne des ausführenden Tiefbau-Unternehmens auf die Betriebsferien und habe ihren Urlaub umgeplant. Ziel ist es, in den Sommerferien möglichst viele Arbeiten auf dem Schulhof zu erledigen, um die Lärmbelästigung im neuen Schuljahr auf ein Minimum zu reduzieren. Ende September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.  

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