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Nettetal: Nettetal bald am Ziel?

Nettetal : Nettetal bald am Ziel?

Die Niederländer machen den Weg frei zum Bau der neuen Autobahn 74. Damit steigen die Chancen für den Gewerbepark Venete in Kaldenkirchen. Die Stadt will Hochschulen für das Projekt gewinnen.

Ein Phantom nimmt Gestalt an: Mit dem Bau der grenzüberschreitenden Autobahn 74 (NL) /61 (D) kann endlich auch wieder konkret die Verwirklichung des Gewerbeparks Venete auf die Tagesordnung gebracht werden. Mit dem grenzüberschreitenden Gebiet verknüpft die Stadt Nettetal ein großes Stück ihrer Zukunft. Es geht nicht nur darum, hier neue Arbeitsplätze zu schaffen. Gelingt der große Wurf, dürfte die Stadt im Wettbewerb der Städte einen ganz entscheidenden Schritt machen.

Niederländische Investoren

"Die Autobahn wird aller Voraussicht nach 2012 fertig sein, damit kann die Erschließung des Gebietes beginnen", sagt Bürgermeister Christian Wagner voraus. Venete wird ein grenzüberschreitender Gewerbepark werden, allerdings etwas anders, als ursprünglich geplant war. Grenzüberschreitende sind vorerst neben der Autobahn die interessierten Investoren. Denn das seit Jahren angekündigte Hotel am Eingang des Gebietes, direkt von der neuen Autobahn-Anschlussstelle erreichbar, will ein Niederländer bauen. Auch hinter dem Plan eines Innovationszentrums stecken niederländische Investoren. Längst hat Wagner Kontakte mit Hochschulen intensiviert mit dem Ziel, sie für den Gewerbepark zu interessieren. Sowohl die Hochschule Niederrhein als auch Fontys in Venlo zeigen lebhaftes Interesse an einer Kombination von Arbeit und Forschung in Venete. Die Venete-Fühler sind auch bereits ausgestreckt zur neuen Hochschule in Kleve. Denn Agrobusiness heißt auch, Bildung und Forschung auf diesem Gebiet zu bündeln.

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"In Kaldenkirchen wird kein neuer Campus als Hochschulstandort entstehen. Aber wir wollen in dem Gebiet einen Schwerpunkt hochwertiger Dienstleistungen ansiedeln", erklärt der Bürgermeister. Für unternehmerisch ausgerichtete Hochschulabsolventen ist es reizvoll, möglichst in der Nähe ihrer ehemaligen Hochschule den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen – mit unmittelbarem Kontakt zur Hochschule. Die kann für sich auf kurzem Weg Ressourcen abrufen, die sie genau einschätzen kann.

Wagner verfolgt die Philosophie, dass ein guter Schwerpunkt mit hoher Qualität eine Sogwirkung haben wird. Vermeintliche Standortnachteile in Deutschland haben sich längst durch wirtschaftsfördernde Gesetze in Berlin und Düsseldorf erledigt. "Niederländische Investoren interessieren sich für Nettetal, weil sie bei näherer Betrachtung feststellen, dass sie hier einige Vorteile vorfinden, die sie im eigenen Land nicht haben", weiß Wagner aus entsprechenden Gesprächen.

Das Gebiet soll abschnittsweise entwickelt und verwirklicht werden. Da bleibt dann nicht nur Platz für Hochglanz-Unternehmen, sondern auch Raum für heimische oder regionale Betriebe, die umsiedeln und erweitern wollen.

FRAGE DES TAGES

(RP)