Nettetal: Acht Fahrräder für die Kinder der Franziskus-Schule

LIONS CLUB NETTETAL : Acht Fahrräder für die Kinder der Franziskus-Schule

Die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in der Trägerschaft des Kreises Viersen ist eine der großen Förderschulen in Nordrhein-Westfalen.

Acht Fahrräder im Wert von 2175 Euro hat der Lions Club Nettetal am Dienstag an den Förderverein der Franziskus-Schule in Viersen-Süchteln übergeben. Die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in der Trägerschaft des Kreises Viersen ist eine der großen Förderschulen in Nordrhein-Westfalen. Die 260 Schüler kommen aus dem gesamten Kreis Viersen. Die Mutter einer ehemaligen Schülerin hatte den Lions Club Nettetal angeschrieben und von dringend benötigten Fahrrädern berichtet. Wie Präsident Christoph Baum bei der Übergabe berichtete, sei dieser Wunsch im Club mit seinen 33 Mitgliedern auf fruchtbaren Boden gefallen. Schulleiter Ralf Leven bedankte sich für die Schule. Auf dem Schulhof ist ein kleiner Verkehrsgarten aufgezeichnet. Dort werden die Kinder Fahrrad fahren lernen. Die Fahrrad-AG verfolge darüber hinaus das Ziel, die Wahrnehmung und Körperbeherrschung zu trainieren. Spaß und Förderung der eigenen Fähigkeiten kämen auch dem normalen Schulalltag zugute. Sandra Jansen und Doris Stappen vom Förderverein bedankten sich für die großzügige Spende. Der Förderverein der Franziskus-Schule unterstützt die Schule in den Bereichen, die weder von der Schulbehörde noch von der Kreisverwaltung finanziell abgedeckt werden. Dazu gehören auch Zuschüsse für Busfahrten etwa zu Ausflügen oder Theatervorstellungen. Von der Fahrt zum Phantasialand vor Jahren redeten die Kinder noch immer. Das sehe man aber nicht. Mit den Fahrrädern sei jetzt ein bleibender Wert an der Schule sichtbar. Die Schule hat Schüler von sechs bis 19 Jahren. Jede Klasse weist eine bunte Mischung an Kindern auf. Alle brauchen intensive Hilfe, werden keinen Schulabschluss machen können und auf enge Betreuung angewiesen sein. Nach der Schule gehen viele Absolventen in betreute Werkstätten wie das HPZ im Kreis Viersen, einige sogar in Außenarbeitsplätze. Vor 20 Jahren, als Förderschulen noch Sonderschulen genannt wurden, war es Ziel, die Schüler gesellschaftskonform anzupassen. Sie sollten funktionieren. Davon sei man heute weit weg. Die Schüler sollen möglichst selbständig und selbstbewusst gemacht werden. Auch gehe es darum, Perspektiven für die Berufspraxis aufzuzeigen.