Fahrradboxen in Nettetal Nettetal bekommt 18 neue Radboxen

Nettetal · Bis zum Jahresende werden die 18 Radboxen an drei Haltestellen in Nettetal aufgestellt. Über den Kreis Viersen und den VRR wurden Bundesmittel dafür genutzt.

Fahrradboxen gibt es in verschiedenen Ausführungen — hier ein Beispiel aus Grevenbroich.

Fahrradboxen gibt es in verschiedenen Ausführungen — hier ein Beispiel aus Grevenbroich.

Foto: Kandzorra, Christian

Ende des Jahres könnten an drei Standorten in Nettetal Fahrradboxen aufgestellt sein. Darüber informierte die Stadtverwaltung jetzt im Ausschuss für Umwelt und Klima. Die Stadt wird damit Teil des kreisweiten „Dein Radschloss“-Systems.

Fünf Boxen sollen an der Bushaltestelle am Doerkesplatz in Nettetal-Lobberich aufgestellt werden, acht am Bahnhof in Breyell und weitere fünf an der Bushaltestelle „Markt“ in Kaldenkirchen. Ursprünglich war der Bahnhof Kaldenkirchen vorgesehen, doch dort konnte die Bahn keine Stromversorgung anbieten. Private Grundstückseigentümer hätten ihre Zustimmung nicht erteilt. Bereits im Frühjahr waren die Tiefbauarbeiten ausgeschrieben worden. Im Sommer sollen diese vorbereitenden Arbeiten stattfinden, sodass im Herbst die Radboxen aufgestellt werden können. Bis Ende des Jahres sollen die Radboxen dann in Betrieb genommen sein.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat bereits 900 solcher Boxen an Haltepunkten und Bahnhöfen in 14 Städten aufgestellt. Im Kreis Viersen werden in diesem Jahr 113 Radboxen und 13 Bedienterminals aufgestellt. Über diese Terminals können die Boxen mit einer individuellen PIN-Nummer geöffnet werden. Buchen muss der Radler die Boxen digital über das Portal www.deinradschloss.de und dort auch bezahlen über Paypal oder mit Kreditkarte. Der VRR verweist auf einen Selbsttest, der für diesen Vorgang sieben Minuten brauchte.

Die Radbox bietet nicht nur Platz für das Fahrrad, sondern auch für Packtaschen, Korb und Fahrradhelm. Für einen Euro kann die Radbox für einen Tag genutzt werden. Auch längere Zeiträume sind buchbar: fünf Euro die Woche, 15 Euro im Monat und 90 Euro im Jahr.

Gerade am Bahnhof Kaldenkirchen wären Boxen für Pendler sinnvoll, da, wie im Ausschuss beklagt wurde, dort ständig Fahrräder gestohlen würden. Die Idee für die Radboxen ist ja, das Umsteigen von Rad auf öffentlichen Personennahverkehr komfortabel zu gestalten. Wer sein Rad in der verschlossenen Box abgestellt hat, braucht keine Angst mehr vor Diebstahl, Vandalismus, Witterung oder Taubendreck zu haben.