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Nettetal: Nahrung nach Syrien gebracht

Nettetal : Nahrung nach Syrien gebracht

Der Nettetaler Verein Human Plus hat einen Konvoi nach Ghuta geschickt

Eine weitere Hilfslieferung des Nettetaler Vereins Human Plus hat jetzt Ghuta in Syrien erreicht. Die Organisation unterstützt die Menschen in dem Gebiet östlich von Damaskus bereits seit langem. Der aktuelle Konvoi brachte Heizöfen, Brennmaterial, Nahrungsmittel, Medikamente, Verbandsstoffe und Textilien. Dies teilte der Vereinsvorsitzende Anestis Ioannidis mit.

Die Region Ghuta ist vor vier Jahren weltweit in den Schlagzeilen, sie war das Ziel von Giftgasangriffen im syrischen Bürgerkrieg. Der Einsatz des chemischen Kampfstoffes Sarin in hochkonzentrierter Form habe viele Opfer gefordert Besonders betroffen davon seien Kinder, Frauen und Senioren. Das Gebiet ist immer noch sehr gefährlich", sagt Ioannidis. Die Region um Ghuta sei bis vor kurzem durch die syrische Armee und ihre Verbündeten eingeschlossen gewesen. Immer noch würden Rebellen weite Teile des Gebietes halten. "Dort finden regelmäßig Kämpfe statt, die unsere Arbeit erheblich erschweren", schildert der Vereins-Vorsitzenden. Mit einer Entspannung der Situation sei nicht zu rechnen. Jeden Tag, so Ioannidis, müsse man mit dem Schlimmsten rechnen. Die Herausforderungen in Syrien sind "allgegenwärtig".

Schwerpunkte des humanitären Einsatzes aus Nettetal sind die beiden größten syrischen Städte mit Aleppo im Nordwesten und mit der Hauptstadt Damaskus, die 300 Kilometer weiter südlich liegt. In diesen kulturellen und religiösen Zentren seien die Kämpfe zwischen Rebellen und Assad-Getreuen nach wie vor besonders heftig. Die Bevölkerung in den syrischen Krisengebieten hat sich laut Anestis Ionanidis vor allem über Lebensmittel und Babynahrung gefreut. Die Hilfe, die der Verein Human-Plus-Hilfe diene auch dazu, damit die Menschen in den syrischen Bürgerkriegsregionen in ihrer Heimat bleiben könnten - statt sich auf eine verzweifelte Suche nach dem Notwendigsten auf die Flucht begeben müssen.

(RP)