Nach Streitigkeiten in der Fußgängerzone in Nettetal-Lobberich wird eine Mordkommission aktiv

Vorfall in Nettetal : Mordkommission ermittelt nach Streit in Fußgängerzone

Zwei Männer wurden bei einer Auseinandersetzung am Freitag in Nettetal-Lobberich schwer verletzt. Mittlerweile besteht keine Lebensgefahr mehr.

Nettetal Noch immer ist unklar, wie es zu dem Streit mit mehreren Beteiligten am Freitagnachmittag in der Fußgängerzone in Nettetal-Lobberich gekommen ist. Zwei Männer waren dabei schwer, eine Frau war leicht verletzt worden. Eine Mordkommission der Polizei Mönchengladbach ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes. Am Sonntag teilte eine Polizeisprecherin auf Anfrage mit, dass mittlerweile keiner der Schwerverletzten mehr in Lebensgefahr schwebe. „Es ist wahrscheinlich, dass sich die Beteiligten vorher kannten“, sagte sie außerdem.

Gegen 16.25 Uhr am Freitag waren nach Polizeiangaben mehrere Personen in der Fußgängerzone aneinander geraten. Die Streitigkeiten verlagerten sich von einer Spielhalle im weiteren Verlauf in die nahegelegene Brockerhof-Passage. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Krefeld in einer gemeinsamen Presseerklärung berichteten, entwickelten sich die Streitigkeiten zu einer handfesten Auseinandersetzung, an deren Ende ein 25-Jähriger derart schwer verletzt wurde, dass Lebensgefahr bestand. Auch ein 39-jähriger Mann wurde schwer verletzt, beide werden noch stationär in Spezialkliniken behandelt. Eine 32 Jahre alte Frau ist bei dem Streit leicht verletzt worden.

Die Ermittlungen zum Tathergang, zum Auslöser des Streits und möglichen persönlichen Beziehungen zwischen den Beteiligten dauerten noch an, berichtete die Polizeisprecherin am Sonntag.

Zeugen Die Polizei sucht unabhängige Zeugen, die Hinweise zu möglicherweise tatrelevanten Beobachtungen geben können. Die Zeugen werden gebeten, sich telefonisch bei der Polizei Viersen unter der Rufnummer 02162 3770 zu melden.

(naf)
Mehr von RP ONLINE