Nettetal: Nabu: Ausgaben abwägen

Nettetal: Nabu: Ausgaben abwägen

In der Hauptversammlung zog der Naturschutzbund (Nabu) Krefeld-Viersen Bilanz für 2009. "Die Finanzkrise ging am Nabu erst einmal vorbei", so Kassierer Markus Dörkes. Doch der Bund sucht verstärkt Mitglieder.

Vorsitzender Werner Rocker war krankheitsbedingt verhindert, so leitete Peter Kolshorn die Hauptversammlung und berichtete den etwa 40 anwesenden Mitgliedern, was der Naturschutzbund (Nabu) im vergangenen Jahr in den einzelnen Bezirken alles geleistet hat. Immer wieder auch mit Bildern untermalt, von denen das ein oder andere in der Runde zu großer Heiterkeit führte. So wurden in Brüggen beispielsweise die Steinkauz-Röhren gereinigt, in Krefeld richtete der Nabu eine Demonstration gegen Steinkohlekraftwerke aus, auf der sich auch Bärbel Höhn (Grüne), ehemalige Umweltministerin in NRW, blicken ließ.

Zudem errichteten die Naturschützer Eisvogelwände. In Nettetal sticht natürlich der Naturschutzhof heraus, der mit zahlreichen Veranstaltungen viele Besucher lockte. Leider musste aber auch der durch Brandstiftung vernichtete Bienenstock erneuert werden. Einen Sonderapplaus gab es für Wiebke Esmann für ihre Arbeit am Naturschutzhof.

Erfolgreiche Obsternte

In Willich existiert inzwischen auch ein Naturerlebnisgarten, in Viersen dominierte die Obsternte. "Sie war wie zu erwarten geringer als noch im Rekordjahr 2008" berichtete Kolshorn, mit 12 Tonnen jedoch ebenfalls ertragreich. Außerdem wurden zirka 300 neue Obstbäume gepflanzt und etwa 3000 (überregional) geschnitten.

Ebenfalls eine positive Bilanz zog Nabu-Kassierer Markus Dörkes. Zwar sei die finanzielle Situation nach wie vor im Laufe des Jahres immer wieder angespannt gewesen – wie auch in den Jahren zuvor – doch letztendlich habe man das Jahr mit einem Überschuss von etwas mehr als 13 500 Euro beenden können. Das Barvermögen des Nabu stieg noch einmal auf über 140 000 Euro an.

Dennoch werde man auch 2010 wieder genau abwägen müssen, welche Ausgaben getätigt werden können. Wichtig werde auch weiterhin die Mitgliederwerbung sein, aus diesem Grund wurde nun ein "Mitarbeiter eingestellt, der auf Basis eines Minijobs auf dem Naturschutzhof neue Mitglieder gewinnen soll", so Dörkes.

Da es 41 zu Ehrende gab, die seit 30 Jahren Mitglied sind, beschloss die Versammlung, den Jubilaren zu Ehren im Sommer ein Fest auszurichten, das nur für sie organisiert wird. Ursprünglich hatte man die Feier mit dem Erntedankfest zusammenlegen wollen, doch dies, fürchteten einige, werde den langjährigen Mitgliedern nicht gerecht.

(RP)