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Nettetal: Musikalische Zeitreise in die Jugend

Nettetal : Musikalische Zeitreise in die Jugend

Bei der Oldie-Night im Wölese-Zelt coverten zwei Bands die legendären Queen, Genesis und Phil Collins.

Plötzlich waren die Bilder wieder da. Die packende Musik, mit der Genesis in den 1970er-Jahren im Handumdrehen ihre Fangemeinde eroberte und auch nach dem Ausscheiden des charismatischen und eigenwilligen Sängers Peter Gabriel nicht aus der Erfolgsspur geriet. Angeführt von Drummer und Sänger Phil Collins geriet die Band zwar zunehmend mit mäßigeren Titeln in den geschmacklichen Mainstream. Sie eroberte dafür aber breitere Massen als mit den komplexeren Titeln ihrer Anfangszeit, die bis 1967 zurückreicht.

Für annähernd 800 Besucher war der Auftritt der "Phil Collins und Genesis Tributeband" eine Reise zurück in die Jugend. Die Zelthalle der Wölese war ausverkauft. Für die elfköpfige Band um Sänger Jürgen "Phil" Mayer ist der Name Programm. Sie nahm das Publikum mit auf einen Streifzug durch nahezu vier Jahrzehnte musikalischer Schaffenszeit.

Wöles Jürgen Ucher hatte nicht zu viel versprochen: "Macht euch auf etwas Tolles gefasst", sagte er, als er die Band beim Soundcheck gehört hatte. Er sollte recht behalten, denn es ging Schlag auf Schlag, von einem Ohrwurm zum anderen. In vielen Gesichtern der Besucher sah man ungläubiges Staunen darüber, wie nah die Stimme des Sängers und die Musik seiner elfköpfigen Band am Original agiert.

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Die Musiker, gegenüber dem Original verstärkt um drei Bläser und zwei Backround-Sängerinnen, überzeugten mit ihrem Können und trafen die Feinheiten des Phil-Collins-Sounds perfekt. Sie verwandelten das ursprüngliche Karnevalszelt in einen Oldie-Tempel der Superlative. Die ausverkaufte 4. Oldie Night lockte Fans aus der ganzen Region an. Schon nach den ersten Titeln waren sich alle einig: "Zwischen Phil und dem Original gibt es keinen Unterschied". Im Repertoire der überregional erfolgreichen Formation aus dem Raum Karlsruhe fanden sich die größten Hits des englischen Megastars und seiner früheren Band "Genesis". Bei "Another day in Paradise" und dem grandiosen "In the Air tonight" war das Publikum nicht mehr zu halten. Der Zeltboden bebte, und Jürgen-"Phil" hatte sein Publikum fest im Griff.

Um 23 Uhr wurde es allerdings erheblich lauter im "Oldie"-Zelt an der Biether Straße. Die wohl beste Queen-Revival-Band stürmte die Bühne, und die Fans der legendären Rockband waren sich sicher: "Freddie Mercury lebt". Auch wenn die ganze Welt weiß, dass es nie einen zweiten Freddie Mercury geben wird, so kommt Harry Rose, Frontman der Queen-Revival-Band dem Original sehr nahe. Er trägt nicht nur originalgetreue Kostüme, sondern bringt auch optisch täuschende echte Darbietungen. Einzig die ebenfalls wohl dem Original angemessene Lautstärke störte Fans im Oldie-Zelt, da halfen keine Ohrstöpsel. Auf "hörbare" Lautstärke zurückgestuft, wurde die Zeitreise durch das Gesamtwerk doch noch zu einem "Freddie-Mercury"-Gedenkabend. Das Publikum geriet in Partystimmung. Ob Megahits wie "We will rock you", die "Bohemian Rhapsody", "Radio Gaga" eer, die Oldie-Fans waren nicht mehr zu halten. Nach 90 Minten dann endlich der Song, auf den die Queens Fans gewartet hatten, bei "We are the Champions" sang jeder mit und nach der englischen Nationalhymne, "God save the Queen" hieß es Abschied nehmen von der Queen-Revival-Band. Noch lange hallte in vielen Köpfen (und Ohren) der Queen-Mythos nach. Freddie Mercury lebt für seine Fans – auch nach seinem 21. Todestag – immer noch.

(ivb)