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Nettetal: Musik und Sprache lernen

Nettetal : Musik und Sprache lernen

33 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren verbringen musikalische Ferien in der Jugendherberge in Hinsbeck. DieFranzosen und Deutschen nehmen an einem Programm des Landesverbandes von Jeunesse Musicales teil.

Musik ist eine Sprache, die alle verstehen. 33 zehn- bis 14-jährige Nachwuchsmusiker aus Frankreich und Deutschland sind am vergangenen Sonntag nach Nettetal angereist. Sie verbringen Musikferien in der Jugendherberge in Hinsbeck. Sie musizieren hier täglich und wollen am Freitag, 17. August, um 19.30 Uhr im Zelt der Jugendherberge ihr Abschlusskonzert geben. Der Eintritt ist frei, die jungen Musiker und ihre Betreuer hoffen, dass auch Nettetaler Musikfreunde den Weg hierher finden.

Veranstalter ist der nordrhein-westfälische Landesverband von Jeunesse Musicales, die sich selbst als weltweit größte kulturelle Jugendorganisation bezeichnet. Bei internationalen Begegnungen zwischen Kindern und Jugendlichen aus Deutschland mit gleichaltrigen Musikern aus anderen Ländern will Jeunesse Musicals den "Zugang zur musikalischen Landschaft, zur Kultur und Gesellschaft" sowie "die internationale kulturelle Zusammenarbeit" fördern. Dahinter stehen Mitglieder in Kammermusikgruppen, Ensembles, Chören und Orchestern, an Schulen, Musikschulen und Musikhochschulen, die für ein "offenes Deutschland stehen".

Deutsch-französische Musikbegegnungen dieser Art finden nicht zum ersten Mal in der Hinsbecker Jugendherberge statt. Manfred und Petra Podchul, die Herbergseltern, bewirten nahezu in jedem Jahr eine solche Gruppe. Manche Kinder kommen später als erwachsene Betreuer von Gruppen zurück.

Franziska Baier leitet die zweiwöchigen Musikferien, die zwar ein strammes musikalisches Übungsprogramm enthalten, aber den Kindern auch viel Abwechslung bieten. Zum Schwerpunkt Musik gesellt sich die Vermittlung der jeweils anderen Sprache. "Mit Sprachspielen fördern wir die Kommunikation der Kinder untereinander, die erstaunlicherweise alle bereits leichte Kenntnisse der jeweils anderen Sprache mitgebracht haben", berichtet Franziska Jäger, die ebenfalls Betreuerin ist. Natürlich erfordere es bei den meisten Kindern etwas Mut, ein ihm fremdes Kind aus einem anderen Land direkt anzusprechen und im dabei in die Augen zu schauen. Anfängliche Hemmungen legen sich aber schnell, es bilden sich Freundschaften, die über die Ferienzeit hinaus halten. Soziale Netzwerke wie Facebook fördern heute nachhaltige Kontakte.

Der Tag der Kinder ist ausgefüllt. So gab es am Mittwoch nach dem Frühstück um 9 Uhr eine Chorprobe, es folgte Sprachunterricht, nach dem Mittagessen ging es weiter mit Olympischen Spielen, um 16 Uhr versammelte sich 33 Kinder zur Orchesterprobe, von 19.30 bis 21 Uhr erscholl im Haus Kammermusik. Stadtbesichtigungen, Freibadbesuche und Naturerkundungen stehen aber auch auf dem Programm.

FRAGE DES TAGES

(RP/rl)