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Monika Pispers veröffentlicht vierten Nettetal-Krimi "Tanz der toten Puppen"

Schaag : Schaagerin bringt vierten Nettetal-Krimi heraus

Seit 2016 hat Monika Pispers jedes Jahr einen Roman veröffentlicht. Das neue Buch „Tanz der toten Puppen“ ist ab sofort erhältlich.

Irgendjemand stirbt bei Monika Pispers immer. Meist gibt es sogar eine ganze Serie von Todesfällen, grausige Morde, die Ermittlerin Sam Körner aufklären muss. „Mehrere Tote“, verspricht Pispers auch wieder für ihr neues Buch „Tanz der toten Puppen“. Die Schaagerin schreibt Kriminalromane über die fiktive Nettetaler Kommissarin Körner. Den vierten hat sie gerade erst veröffentlicht, da arbeitet Pispers schon am nächsten.

Pispers und ihr Mann sind gebürtig aus Mönchengladbach und leben seit fast 20 Jahren in Schaag. Die 68-Jährige arbeitete als Notarfachangestellte. „Ich habe mein ganzes Leben lang geschrieben“, sagt Pispers. „Zwar Verträge, aber ich habe immer gerne formuliert.“ Seit 2013 ist sie Rentnerin, drei Jahre später erschien ihr erstes Buch „Tödliche High Heels“, der Beginn einer Reihe.

Pispers hatte mal darüber nachgedacht, über ihre Arbeit zu schreiben, aber „ich komme nicht rein“, sagt sie. Also entschied sie sich für Kriminalromane. „Das ist am einfachsten, und da passiert auch was“, sagt sie. Ein Verlag, bei dem sie angefragt hatte, brachte sie dazu auf den regionalen Bezug, darum schreibt Pispers heute Krimis, die hauptsächlich in ihrer Wahlheimat Nettetal spielen.

So liegt das Kommissariat in Lobberich. Ermittlerin Körner, aus deren Sicht die Buchreihe erzählt wird, wohnte erst in Schaag und kaufte dann im zweiten Buch ein Haus in Breyell. Im neuen Buch passiert der erste Mord im Grenzwald in Kaldenkirchen, nahe des Waldgasthauses Galgenvenn. Zudem finden Ermittlungen und Vernehmungen beispielsweise im Süchtelner Krankenhaus, im Grundbuchamt Viersen, am Hariksee und am Nettebruch sowie in Schwalmtal statt. Nächtliche Verfolgungsjagden führen die Ermittler durch den Schmölder- und den Beller Park in Mönchengladbach. Im neuen Band muss Kommissarin Körner für die Aufklärung des Falls aber noch weiter; bis nach Oberstdorf im Allgäu und in den Raum Münster.

Pispers kommt beim Schreiben ohne Rituale oder besondere Gewohnheiten aus. Die 68-Jährige sitzt dabei an ihrem Laptop in der Küche. „Ich schreibe einfach drauf los“, sagt sie. Die beste Zeit dafür: Wenn ihr Mann im Wohnzimmer Fußball guckt. Hat sie ein Buch fertig, liest Pispers es noch einmal auf Tippfehler, „dann muss es gut sein“, sagt sie. Das Schwierigste sei es jedes Mal, einen Titel zu finden, berichtet Pispers: „Einmal lag ein Buch zwei Monate, bis ich einen dafür gefunden hatte.“

Weil sie bislang keinen Verlag gefunden hat, der ihre Bücher herausbringt, veröffentlicht Pispers ihre Bücher im Selbstverlag über die Internetplattform Amazon. Bislang hatte sie jedes Jahr ein neues Buch fertig. Wenn es so weiter läuft, ist 2020 der nächste Band fertig. Dafür sieht es gut aus: Das fünfte Buch hat Pispers bereits angefangen.

(emy)