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Nettetal: Modehaus Schouren feiert Geburtstag

Nettetal : Modehaus Schouren feiert Geburtstag

Der Kaldenkirchener Herrenausstatter wird 50 Jahre alt. Aus einem kleinen Lädchen hat Fritz Schouren über die Jahre ein großes Geschäft aufgebaut. Und die Zukunft ist durch Tochter Astrid Stelzer gesichert

Das Modehaus von Fritz Schouren befindet sich mitten in der Kaldenkirchener Fußgängerzone. Heute können sich vermutlich nur noch wenige daran erinnern, wie es an der Kehrstraße früher ausgesehen hat. Denn die ersten Kunden des Herrenausstatters konnten vor 50 Jahren noch direkt vor dem Modegeschäft parken. Auch der Inhaber und seine Frau Ruth hatten es nicht weit. Sie wohnten in der ersten Etage, direkt über dem Ladenlokal, das damals mit einer kleinen Verkaufsfläche von 70 Quadratmetern startete. Im Laufe der Jahre vergrößerte Schouren das Geschäft durch Um- und Anbau auf die heutige Verkaufsfläche von 350 Quadratmeter. Jetzt feiert der Herrenausstatter seinen 50. Geburtstag.

 2016 (v.l.) : Fritz und Ruth Schouren feiern mit ihrer Tochter Astrid Stelzer und Schwiegersohn Klaus Stelzer das Geschäftsjubiläum. Astrid Stelzer ist Mitinhaberin und soll beizeiten das Geschäft alleine weiterführen.
2016 (v.l.) : Fritz und Ruth Schouren feiern mit ihrer Tochter Astrid Stelzer und Schwiegersohn Klaus Stelzer das Geschäftsjubiläum. Astrid Stelzer ist Mitinhaberin und soll beizeiten das Geschäft alleine weiterführen. Foto: Franz-Heinrich Busch

Schouren, der mit seiner Mutter während des Krieges nach Soest evakuiert worden war, kehrte erst in den 1960-er Jahren nach Kaldenkirchen zurück. 1966 kündigte der gelernte Kaufmann dem damaligen Mieter an der Kehrstraße 52 und eröffnete ein eigenes Modehaus. Zuvor war etwa eine Tauschzentrale in dem Haus angesiedelt. "In den Anfangsjahren haben meine Frau und ich uns sehr durchstrampeln müssen", erinnert sich Schouren. Doch nach und nach konnte der heute 78-Jährige einen festen Kundenstamm aufbauen, der ihm in großen Teilen über die Jahre treu geblieben ist.

 1960er Jahre: In den Anfangsjahren konnten die Kunden von Fritz Schouren noch direkt vor der Tür parken. In der ersten Etage wohnte der Inhaber des Herrenausstatters noch viele Jahre mit seiner Familie.
1960er Jahre: In den Anfangsjahren konnten die Kunden von Fritz Schouren noch direkt vor der Tür parken. In der ersten Etage wohnte der Inhaber des Herrenausstatters noch viele Jahre mit seiner Familie. Foto: Busch/Fotos (2): Busch/Schouren
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1990 kaufte Schouren das Nachbarhaus, ließ es abreißen und vergrößerte mit einem Neubau seine Geschäftsräume. Ein Jahr später stieg Tochter Astrid Stelzer mit ins Geschäft ein. "Dadurch hat sich unser Angebot verjüngt", sagt Schouren. "Seitdem bieten wir ein Vollsortiment für jede Alters- und Gewichtsklasse an - von Freizeitmode über Konfektion, Abendgarderobe bis hin zur Bräutigamabteilung." Seit 2005 wird das Sortiment auf zwei Etagen angeboten.

Das Erfolgsgeheimnis seines Modehauses sieht Schouren in seiner Familie. "Wir ergänzen uns gut im Geschäft", sagt der Kaldenkirchener. "Zudem benötigt man ein gutes Händchen in der Modebranche. Das hat mir mein Vater, der gelernter Schneider war, bereits in die Wiege gelegt. Und das haben wir unserer Tochter wohl auch weitergegeben." Auch Schwiegersohn Klaus Stelzer gehört zum Team. Nur Sohn Frank hat einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen.

Obwohl Fritz Schouren bereits seinen 78. Geburtstag gefeiert hat, denkt der Modeexperte noch keinesfalls ans Aufhören. "Mein Beruf ist mein Hobby. Für mich ist der Kontakt zum Kunden wichtig", sagt er, ergänzt aber: "Wenn es irgendwann so weit ist, bin ich froh, dass meine Tochter das Geschäft weiterführen wird."

(RP)