Nettetal: Minderjährige Intensivtäter nach Raub in Untersuchungshaft

Nettetal : Minderjährige Intensivtäter nach Raub in Untersuchungshaft

Zwei 15- und 16-Jährige Jungen befinden sich seit Anfang der Woche in Untersuchungshaft. Den beiden werden ein schwerer, bewaffneter Raub sowie Einbrüche vorgeworfen.

Die Kripo Nettetal geht davon aus, dass die als sehr problematisch geltenden Jungen aus Brüggen und Mannheim weitere Straftaten begangen haben. Die diesbezüglichen Ermittlungen dauern noch an.

Am vergangenen Samstag um 4 Uhr hatten Polizeibeamte die beiden einschlägig polizeibekannten jugendlichen Intensivtäter auf der Straße An St. Sebastian kontrolliert. Die Jugendlichen hatten typisches Einbruchwerkzeug, Messer und Handschuhe dabei. Zudem führten sie Wertgegenstände mit, darunter einer wertvolles Smartphone, deren Herkunft zunächst nicht nachvollziehbar war.

13-jährige Jungen mit einem Messer beraubt

Da den Jugendlichen jedoch zu diesem Zeitpunkt keine Straftat nachzuweisen war, wurden sie in die Obhut der Mutter übergeben. Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich dann Anfang der Woche heraus, dass das Smartphone aus einem Raub stammte, der sich am Freitagnachmittag in Lobberich ereignet hatte. Dort hatten sie gegen 15 Uhr zwei 13-jährige Jungen aus Kaldenkirchen an St. Sebastian zunächst verbal unter Druck gesetzt, um in den Besitz eines Smartphones zu kommen.

Als die Kinder sich darauf nicht einließen und sich vom Ort des Geschehens zurückzogen, verfolgten die Jugendlichen die beiden Nettetaler. An einer geeigneten Stelle ergriffen sie den Eigentümer des Handys, hoben ihn hoch und durchsuchten die Kleidung des Kindes. Als sie das Smartphone nicht sofort entdeckten, drohten sie dem Jungen mit einem Butterflymesser, worauf das Kind verängstigt das Smartphone übergab. Die beiden Tatverdächtigen flüchteten.

Duo steht unter Verdacht, auch mehrere Einbrüche begangen zu haben

Die weiteren Ermittlungen der Kripo Anfang der Woche ergaben dann, dass sie beiden Jugendlichen nicht nur für diesen schweren Raub auf die Kinder verantwortlich sein dürften. Vielmehr stehen sie im Verdacht, mehrere Einbrüche, Diebstähle und Sachbeschädigungen begangen zu haben. Bislang konkret vorzuwerfen sind den beiden mehrere Einbrüche in ein Jugendheim in Lobberich, Diebstähle aus Jacken, Einbrüche in Turnhallen und in die Werner-Jäger-Halle. Die Ermittlungen hierzu sowie zu möglicherweise weiteren Straftaten dauern noch an.

Begonnen haben dürften die beiden Tatverdächtigen mit ihrem Beutezug spätestens im Oktober 2013. Seitdem hält sich auch der eigentlich in Mannheim wohnhafte 16-Jährige bei wechselnden Gleichaltrigen in Brüggen und Nettetal auf. Da die bereits mehrfach bestraften Jugendlichen laut Polizei alle ihnen angebotenen Chancen für ein straf- und konfliktfreies Leben offenbar nicht genutzt haben, zog der Haftrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Krefeld nunmehr die Notbremse und schickte die beiden in Untersuchungshaft.

Der 15-jährige war erst drei Tage vor dem schweren Raub wegen verschiedener Eigentumsdelikte zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

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(ots)
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