Nettetal: Mehr Platz für die ganz Kleinen

Nettetal: Mehr Platz für die ganz Kleinen

In Nettetal gibt es eine sehr gute Struktur bei der Betreuung von Kindern bis zu sechs Jahren. Es gibt ausreichende Plätze, viele Träger und eine gesicherte Finanzierung. Es muss noch etwas für die "U-3-Kinder" getan werden.

Eltern kleiner Kinder dürfen mit ihrer Stadt zufrieden sein. Es gibt in Nettetal derzeit ausreichend Plätze für alle Kinder, die Tagesstätten besuchen oder in die Tagespflege gegeben werden. Ausreichend ist derzeit auch das Angebot an Plätzen für Kinder, die jünger als drei Jahre sind (U 3). Die Finanzierung des kommenden Kindergartenjahrs ist ebenfalls gesichert. Dies berichtete für das Kreisjugendamt hannes Vilcans im Jugendausschuss.

In der Bedarfsplanung für Kindergartenplätze gibt es allerdings einen Widerspruch, den Vilcans auch aufklärte. Denn zwar verliert auch Nettetal kontinuierlich an Einwohnern, es werden Jahr für Jahr weniger Kinder geboren. Dennoch muss die Stadt ihr Angebot an Plätzen in der U-3-Betreuung kräftig erweitern. Denn die Nachfrage wird erheblich steigen. In Nettetal gab es 2008 lediglich sieben solcher Plätze, inzwischen sind es 66, aber bis 2013 wird der Bedarf rechnerisch auf mehr als 300 Plätze steigen, erklärte Vilcans.

Sehr gute Grundlage

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Dafür bietet die Stadt eine sehr gute Grundlage. Zum einen gibt es eine sehr vielfältige Trägerstruktur aus Stadt, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden. "Das kommt unseren Vorstellungen und Wünschen für die Betreuung sehr entgegen. Die Eltern haben gute Möglichkeiten, sich zwischen Einrichtungen zu entscheiden", unterstrich Vilcans. Sehr erfreulich sei aus Sicht des Kreisjugendamtes, dass Eltern, die ihr Kind in die Tagespflege geben wollten, in Nettetal ausreichende Angebote vorfänden. Auf Nachfrage von Dieter Lehmann (FDP) versicherte er, die Tagesmütter erfüllten alle Nachweise, die das Kreisjugendamt für diese Tätigkeit fordere. Die Einhaltung werde laufend kontrolliert. Mindestens ebenso froh ist das Jugendamt darüber, dass in Nettetal bereits zwei Einrichtungen insgesamt 20 Plätze für behinderte Kinder bereit halten. "Wir legen größten Wert auf die gemeinsame Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern."

Mit den Trägern hat sich das Kreisjugendamt auf ein Stufenmodell für den Ausbau der Betreuungsplätze für die kleineren Kinder verständigt. Vorbildlich sei zweifellos der Neubau der Bongartzstiftung in Lobberich. Aber auch andere Träger können im Wortsinn darauf bauen, dass Bund und Land die umfassende Betreuung von Kleinkindern "massiv" fördern. 11 Mio. Euro Fördermittel stehen im Zuständigkeitsbereich des Kreises zur Verfügung. Allerdings gilt das nur für Gebäudeausbau, Inneneinrichtung und Gestaltung von Außengelände. Darunter fällt nicht die Fort- oder Weiterbildung des Personals.

FRAGE DES TAGES

(RP)