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Nettetal: Mehr Luft im Quartier

Nettetal : Mehr Luft im Quartier

Der städtebauliche Entwurf eines neuen Wohnviertels auf dem früheren Rötzelgelände in Breyell fand Zustimmung im Planungsausschuss. Eine Reihe von Details wird in den Fraktionen diskutiert.

Unter dem Stichwort „Stadtquartier“ entwickelt die Stadt Nettetal seit geraumer Zeit ein neues Wohnviertel in Breyell. Den Stand der Planungen erläuterte die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche jetzt dem Planungsausschuss. Sie erhielt für die Vorstellung breite Zustimmung. Vor allem in Breyell herrscht Zufriedenheit: Zuletzt waren Wohnbauflächen bevorzugt in Lobberich und Kaldenkirchen neu ausgewiesen worden.

Die Stadt hat keine leichte Aufgabe zu bewältigen. Unversehens wurde das riesige Gelände zwischen Ortskern und Bahnhof verfügbar, weil das frühere Stahlwerk aufgegeben wurde. In einem ersten Schritt wurden Hallen an der Josefstraße abgerissen und dort ein Discountmarkt errichtet. Ihn erreichen Kunden derzeit quer durch das Gelände von der Biether Straße aus. In absehbarer Zeit sollen die teilweise bisher nie bebauten Flächen demnächst besiedelt werden.

Mehr Luft im Gelände

Gegenüber ersten Plänen, die ein vergleichsweise hoch verdichtetes Viertel vorsahen, ist der jetzt vorgelegte Entwurf deutlich abgespeckt worden. Es wird nicht mehr jeder verfügbare Quadratmeter herausgequetscht. Vielmehr präsentierte Susanne Fritzsche zwei Entwürfe, in denen die Häuslebauer etwas mehr Luft bekommen dürften. Auf Anhieb gefiel den Politikern im Ausschuss offensichtlich der Plan mit der geringsten Wohnungsverdichtung.

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Auf dem Gelände soll in Nähe des Bahnhofs (Supermarkt/Josefstraße) auch der vom Breyeller Vereinsleben dringend gesuchte Festplatz untergebracht werden. Seite Jahren nehmen die Vereine mit Provisorien vorlieb, wenn beispielsweise ein Festzelt aufgebaut wird. Im Umfeld sieht der Entwurf „Punkthäuser“ vor, wie man sie von Lobberichs Wohngebiet am Wasserturm her kennt: Prägende, mehrgeschossige Bauten für Mietwohnungen. Hier könnten auch kleine Läden eingerichtet werden, die das Viertel und Bahnkunden versorgen.

Überwiegend aber plant die Stadt frei stehende Einfamilien- und Doppelhäuser. Sie erhalten eine innere Erschließung und werden für Fußgänger und Radfahrer mit Breyells eigentlichem Zentrum verbunden. Einen solche Verbindung wird es auch unter die Gleise hindurch nach Süden geben: Offen und freundlich gestaltet.

„Wir befinden uns im Ortszentrum von Breyell“, rief Susanne Fritzsche in Erinnerung. Das „Stadtquartier“ sei keine Ortsrandbebauung. Die „Querspange“ zwischen Biether und Josefstraße (Christian Stein schlug einen Kreisverkehr an der Biether Straße vor) trennt Wohngebiet und Bahn. Gegen Bahn- und Straßenlärm sollen Lärmwände schützen, versicherte Markus Grühn (Planungsamt). KOMMENTAR/FRAGE DES TAGES

(RP)