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Nettetal: MEG unter "verschärfter Beobachtung"

Nettetal : MEG unter "verschärfter Beobachtung"

Mit einem dicken Aufgabenpaket befrachtet hat eine Runde von Experten aus Behörden und Verbänden die Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke GmbH (MEG). Erstmals saßen in der vergangenen Woche alle wohl nach bisheriger Einschätzung im Verfahren Beteiligten zusammen.

Das allein wurde in der Runde als ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewertet. Dies berichtete gestern auf Anfrage des Kreis Viersen, der als Genehmigungsbehörde agiert, unterstützt von der Bezirksregierung in Düsseldorf. Zweite Erkenntnis der Zusammenkunft: Es gibt zurzeit nichts, was dem MEG-Plan entgegenstehen könnte, sich in Nettetal niederzulassen.

Das zur Lidl-Gruppe gehörende Unternehmen will als "Nettetaler Erfrischungsgetränke GmbH" (NEG) in Breyell Mineralwasser fördern und Säfte produzieren. Entstehen sollen mindestens 150 Arbeitsplätze, allerdings müssen mehr als 1,1 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich aus dem Untergrund gefördert werden. MEG hat bereits drei Probebrunnen am geplanten Standort in Breyell, in Berg und am Mühlenbach in Schaag eingerichtet. Es gibt daher eine Menge von Basisdaten.

Modell erarbeiten

Aber das reicht nicht. Der MEG wurde aufgegeben, ein Grundwassermodell zu entwickeln, das der komplexen Lage Rechnung trägt und erklärt, wie das Vorhaben zu realisieren ist. Mit am Tisch sitzt neben RWE Power (Rheinbraun) der Erftverband, der ein enormes Fachwissen einbringt. Der Erftverband begleitet maßgeblich die Sümpfungen des Braunkohletagebaus. Vertreten waren außerdem die Venloer Wasserwerke, da auch deren Interessen berührt werden. Außerdem ist der Verband besonders gut vernetzt auf diesem Gebiet.

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Die Hauptaufgabe von MEG sei es jetzt, den Nachweis zu liefern, wie das Vorhaben realisierbar wäre, ohne dass die Natur und natürliche Verhältnisse im weiten Umkreis Schaden nähmen, erläuterte Kreissprecher Axel Küppers. Mit der großen Runde sei ein ganz entscheidender Schritt nach vorne gemacht worden. MEG hatte bisher immer wieder Einzelgespräche geführt und daraufhin Einzellösungen erarbeitet.

Eingeschaltet hat sich mittlerweile auch die Landwirtschaft. Sie will ihre Wasserrechte langfristig gesichert wissen. "Alle diese Dinge, die am runden Tisch angesprochen und MEG aufgegeben wurden, stehen bei uns unter verschärfter Beobachtung", fasste Küppers zusammen.

(RP)