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Nettetal: Marketingkonzept fürs Freilichtmuseum

Nettetal : Marketingkonzept fürs Freilichtmuseum

Die Kreisverwaltung soll ein Konzept erarbeiten, mit dem das Grefrather Dorenburg-Museum besser vermarktet werden kann. Das hat die CDU-Kreistagsfraktion beantragt.

Mit dem neuen Eingangsgebäude hat sich die Situation des Niederrheinischen Freilichtmuseums Dorenburg in Grefrath deutlich verbessert. Doch nun soll in einem nächsten Schritt auch die Vermarktung der Kreiseinrichtung deutlich forciert werden. Entsprechend hat die CDU-Kreistagsfraktion am Mittwochabend in der Sitzung des Kreiskulturausschusses einen Antrag vorlegt. Wie CDU-Sprecher Hans-Josef Kampe erläuterte, soll die Kreisverwaltung ein zukunftsfähiges Marketingkonzept fürs Museum erarbeiten. Dabei, so die Forderung der Christdemokraten, sollen die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen (WFG) sowie die Niederrhein Tourismus GmbH und der Fachbereich Kulturmanagement der Hochschule Niederrhein in die Entwicklungsplanung einbezogen werden.

Aus Sicht der CDU – und da stimmen alle übrigen Fraktionen im Kreistag uneingeschränkt zu – hat das Freilichtmuseum in den vergangenen dreieinhalb Jahren eine positive Neuausrichtung erfahren. Die war notwendig, das hatte auch ein Fachgutachten, das der Kreis in Auftrag gegeben hatte, bestätigt. Ein Ergebnis der Neuausrichtung sind das neue Veranstaltungskonzept, die Neukonzeption der Spielzeugsammlung und das neue Eingangsgebäude mit dem Museumsshop und Pädagogikraum für die Betreuung von Schulklassen und anderen Besuchergruppen.

Mit einem neuen strategischen Marketingkonzept soll das Museum stärker als touristisches Ziel und außerschulischer Lernort bis in die Ballungsräume des Ruhrgebietes und in die niederländische Nachbarschaft beworben werden, fordert die CDU in ihrem Antrag.

CDU-Sprecher Kampe kritisierte in diesem Zusammenhang die Versäumnisse der Vergangenheit. Vor allem die WFG und die Niederrhein Tourismus GmbH hätten das Museum bei ihren Marketingaktivitäten stiefmütterlich links liegen gelassen. So sei das Museum etwa nicht als Standort in die Kampagne "Niederrhein-Rad" einbezogen worden, bemängelte Kampe.

Mit dem neuen Marketingkonzept sollten neben den vorhandenen Zielgruppen Familien, Schulen und Kindergärten auch Senioren als Besucher erschlossen werden.

Außerdem, so die CDU, solle geprüft werden, ob und in welcher Form eine artgerechte Tierhaltung auf dem Museumsgelände möglich ist. Dazu sollen das Kreis-Veterinäramt und der Kreistierzuchtberater mit ins Boot genommen werden. Ferner, so die CDU, solle untersucht werden, ob eine bäuerliche Fachkraft für das Projekt eingestellt werden kann.

(rei)