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Nettetal: Maria Helferin feiert runden Geburtstag

Nettetal : Maria Helferin feiert runden Geburtstag

Mit einem großen Fest feierte das Haus Maria Helferin am Wochenende das 100-jährige Bestehen. Viele Familien, Angehörige und Freunde der Bewohner waren gekommen - und auch Vertreter des Deutschen Ordens.

"Alles hat seine Zeit", so Peter Norbert Thüx, Prior vom Deutschen Orden in seinen Grußworten zum 100-jährigen Bestehen der Einrichtung Maria Helferin. "Hier hat unser Ursprungscharisma ,Helfen und Heilen' ein Gesicht bekommen", sagte er zuvor schon in der Heiligen Messe, die er gemeinsam mit Pater Jörg, musikalisch umrahmt vom Pfarrorchester Leuth, zelebrierte. Er ließ kurz die die verschiedenen Wandlungsprozesse der Einrichtung Revue passieren und erinnerte daran, dass das Haus Maria Helferin seit 20 Jahren in Trägerschaft des Deutschen Ordens stehe. Die Mitarbeiter hätten den Bewohnern mit Behinderung, in vielen kleinen und großen Begegnungen den ihnen anvertrauten Menschen auch ihr Herz angeboten. "Dafür verdienen Sie Anerkennung", so der Prior, "in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft ist dies ein wichtiger und integrierender Bestandteil unserer Gesellschaft".

Viele Gäste, darunter Familien, Angehörige und Freunde der Bewohner, waren gekommen, um den Geburtstag zu feiern. Wochen, ja Monate vorher wurde die Geburtstagsfeier vorbereitet, Mitarbeiter wie Bewohner der Einrichtung wurden zusehends nervöser. Und am Samstag war es soweit, das Fest startete bei herrlichem Sommerwetter.

Dr. Thomas Franke, Geschäftsführer des Deutschen Ordens, konnte den bayerischen Sitz des Ordens in der Nähe von München nicht verleugnen. Mit einem herzlichen "Vergelt's Gott" bedankte er sich für den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie den unzähligen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Auch Bürgermeister Christian Wagner, Bundestagsabgeordneter Uwe Schummer, Willy Tempels als Vorsitzender der Fördergemeinschaft und Martina Wissdorf, Direktorin der Einrichtung, begrüßten die vielen Gäste und die Bewohner der Einrichtung. Dabei hatte auch sie ein Jubiläum zu feiern, um das die Direktorin selbst gar nicht so viel Aufsehen machen wollte: Seit 20 Jahren leitet sie die Einrichtung, "aber ohne mein multiprofessionelles Team wäre das nicht möglich", sagte sie bescheiden. Das große Dankeschön kam dann von Mitarbeiterin Hildegard Kieselbach, die im Namen des Teams in einer sehr bewegenden Rede liebe Worte an ihre "Chefin" fand.

Bevor die Feier zum gemütlichen Teil überging, segneten Prior Norbert Thüx und Pater Jörg zwei Renault-Kranken-Transporter, deren Anschaffung ohne die Hilfe der Fördergemeinschaft Haus Maria Helferin und nicht zuletzt durch die unermüdliche finanzielle Hilfe des Viersener Autohändlers Udo van Neer ermöglicht wurde.

Dann fiel endlich der Startschuss zur Feier. Die große Kaffeetafel wurde musikalisch vom Trommlercorps "Frisch auf" Kaldenkirchen untermalt. Höhepunkte waren die Aufführungen des Schwarzlicht-Theaters und des Bewohnerchors, die für ihre unzähligen Proben mit einem langanhaltenden Beifall belohnt wurden.

Clown Pepe von der Zirkusgruppe brachte die Geburtstagsgäste mit seinen lustigen Einlagen zum Lachen und zeigte einmal mehr, dass die Einrichtung mehr bietet, als ein Raum der Begegnung, der medizinischen, therapeutischen, pflegerischen und begleitenden Hilfe. Das Haus Maria Helferin bietet auch Platz für soziale und kulturelle Erfahrungen.

(ivb)