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Manfred Meis aus Nettetal mit Rheinlandtaler in Köln ausgezeichnet

Nettetaler spendet Preisgeld : Manfred Meis mit Rheinlandtaler ausgezeichnet

Der 82-jährige Nettetaler Journalist hat die Auszeichnung in Köln erhalten. Damit wird sein ehrenamtlicher Einsatz für die Kultur seiner Heimat gewürdigt.

Der Rheinlandtaler war für ihn eine schöne Weihnachtsüberraschung. Denn kurz vor Weihnachten erhielt Manfred Meis vom Landschaftsverband Rheinland die Ankündigung, er bekomme 2022 den Rheinlandtaler in der Kategorie Kultur verliehen. Jetzt wurde der Taler beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Köln an Meis und den Wirtschaftshistoriker Ulrich Soénius vergeben. Der Landschaftsverband zeichnete damit Meis für sein ehrenamtliches Engagement für die Pflege des rheinischen Kulturerbes aus.

Weit über seine berufliche Tätigkeit als Journalist habe Meis seine Kenntnisse und Fähigkeiten für das kulturelle Leben in seiner Heimatstadt und der Region eingebracht, begründet der LVR die Auszeichnung. Vor allem seit seiner Pensionierung 2005 hat Meis mehrere Schriften verfasst, etwa zur Lobbericher Geschichte, zur Energieversorgung in Nettetal oder über Leben und Werk des Altphilologen Werner Jaeger.

Seit 2007 ist Meis ehrenamtlich Chefredakteur der „Nettetaler Spätlese“, der Zeitschrift für Ältere, herausgegeben von einer Bürgerinitiative für ältere Menschen. Zudem ist er auch als für die Rheinische Post tätig. Zum Stadtjubiläum erschien 2020 das lesenswerte Buch „50 Jahre Nettetal“. Dafür übernahm Meis nicht nur die Redaktion, sondern schrieb als Hauptautor etliche Artikel für diese Stadtgeschichte. Die Auflage ist fast vergriffen.

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Bei der Feier in Köln war es für den LVR wiederum eine Überraschung, dass sich beide Preisträger bereits kannten. Vor etwa 20 Jahren hat Meis mit Soénius zusammengearbeitet, als er an einer Festschrift für 200 Jahre Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein schrieb. Denn der Diplomvolkswirt, der in München und Köln Volkswirtschaft, Zeitungswissenschaft und politische Wissenschaften studiert hatte, war von 1993 bis zu seiner Pensionierung 2005 Pressereferent der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein in Krefeld. Vorher arbeitete er als Redakteur für die Grenzland-Nachrichten und die Westdeutsche Zeitung in Erkelenz.

Sein Lebensmittelpunkt blieb dabei immer Nettetal. 1940 wurde er in Lobberich geboren, 1970 zog er nach Leuth. Dort ist er seit vielen Jahren Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) Leuth, der sich zuletzt besonders für die Umgestaltung des Dorfplatzes Petershof eingesetzt hat.

Das Preisgeld des Rheinlandtalers in Höhe von 1000 Euro stiftet Meis dem VVV als finanziellen Grundstock für eine noch fehlende Symbolfigur. Für Leuth ist ein Torfstecher oder ein Bauer in der Diskussion.