Nettetal Manege frei im Zirkuszelt

Nettetal · Die Ferienfreizeit für Kinder aus dem Einzugsgebiet des Kreis-Jugendamtes zeigte die bunte Zirkuswelt. Am Ende gab es eine Zirkusgala für Eltern, Verwandte und Freunde. Erstmals war auch der Kreissportbund mit im Boot.

Es ist eine harte Woche, die Betreuer Dirk Windbergs und sein Team hinter sich haben — eine Woche voller Arbeit, Ideen und Überraschungen, "aber vor allen Dingen war sie lustig", sagt der Viersener. Als am Samstag der Vorhang im Zirkuszelt an der Hinsbecker Jugendherberge fiel, waren Hektik und Stress vergessen.

Nur bei den 30 Mädchen und Jungen aus dem Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes schlug das Herz etwas höher. Die Kinder standen parat, klopften noch einmal schnell auf Holz, bevor der Zirkus "AclofanTastica" seine Schau mit Akrobatik, Clowns, Jonglage und Zauberei im Zirkusrund zum Besten gab.

Auf den Rängen saßen Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunde und Nachbarn und warteten auf das, was sie erwartete. Das Jugendamt des Kreises Viersen und der Kreissportbund hatten zur ersten gemeinsamen Ferienfreizeit in die Hinsbecker Jugendherberge eingeladen. Mit sechs Betreuern hatten die Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren allerhand auf die Beine gestellt.

Wilde Tiere brüllten

Äußerste Konzentration war angesagt, als die jungen Akrobaten, die "Akrogibas", auf einen 1,80 Meter hohen Schwebebalken kletterten, durch Ringe stiegen, sich in Klammeräffchen verwandelten, um sich am Schwebebalken entlang zu hangeln. Das Publikum tobte, nur das furchterregende Gebrüll der wilden Tiere hinter dem Vorhang war noch lauter.

"Zirkusdirektor" Dirk Windbergs bekam es mit der Angst zu tun und wollte auf den höchsten Mast klettern, doch der war bereits von "Feigling" Rainer Müller vom Kreisjugendamt besetzt. Doch wie gut, dass es die Wunderclowns gab, die Mut bewiesen und die wilden Tiere in Käfigen in die Manege führten. Bei den wilden Tieren handelte es sich allerdings um Stoff-Tigerenten.

Im Programm ging es weiter mit Fakiren, die aus dem Orient nach Hinsbeck gekommen waren und sich nicht scheuten, über Glasscherben und ein Nagelbrett mit sage und schreibe 5415 Nägeln zu gehen. Auch als Feuerspucker gaben sie eine gute Figur ab, Fakir Maximilian spukte das Feuer so weit, als habe er nie etwas anders gemacht.

Die Clowns hatten sich in "Magic-Clowns" verwandelt und demonstrierten die Entstehung des schnellsten Knotens der Welt. Spannend wurde es, als sich Pascal todesmutig in eine Kiste begab und von elf Dolchen durchstochen wurde. Im Publikum wurde es mucksmäuschenstill. Vorsichtig wurden die Dolche wieder herausgezogen, und Pascal stieg gesund und munter aus der Kiste. Nach mehr als drei Stunden fiel der Vorhang, und für die Kinder endete eine aufregende Ferienwoche.

(ivb)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort