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Nettetal: Manege frei für die Büttenabende im Zelt

Nettetal : Manege frei für die Büttenabende im Zelt

Das Karnevals-Komitee Hinsbeck hat immer noch keinen Saal. Seit sechs Jahren ist das Zirkuszelt der Jugendherberge Hinsbecks "Gürzenich". Hier finden zwei Büttenabende statt, für deren Vorbereitung man nicht jeck genug sein kann.

Vorne gibt Patrick Feldhaus letzte Anweisungen an die junge Zirkustruppe, hinter der Bühne wuchten Lutz Dröttboom und andere fleißige Hände Ausstattungsgegenstände ins Zirkuszelt der Jugendherberge. Zu Beginn des Jahres wird hier immer zweigleisig gefahren: Die Jugendherberge spult ihr Zirkusprogramm ab, hinter den Kulissen bereitet das Karnevals-Komitee seinen Büttenabend im Zelt vor.

 Markus Amende und Stepgan Ringendahl im hergerichteten Zelt. Hier findet noch eine Zirkus-Gala statt, dann ist die Bühne frei für die Narren.
Markus Amende und Stepgan Ringendahl im hergerichteten Zelt. Hier findet noch eine Zirkus-Gala statt, dann ist die Bühne frei für die Narren. Foto: Busch

Komiteepräsident Markus Amende und Sitzungspräsident Stephan Ringendahl, der sich diese Aufgabe mit Michael Schrömges teilt, bereitet das keine Sorgen. Im sechsten Jahr spult die kleine Narrengemeinschaft das ungemein aufwendige Vorbereitungsprogramm ab. Hinsbeck hat keinen Saal, soll aber Karneval feiern können. "Wir haben das Thema für uns abgehakt", unterstreicht Ringendahl. Das Komitee schaut nach vorne und arbeitet hart für den "Spaß an d'r Freud'".

Im Laufe der Jahre haben die Jecken eine bestens geölte Maschinerie entwickelt. Hatten sie beim ersten Gastspiel im Zirkuszelt der Jugendherberge schon vor Weihnachten mit Umbauten begonnen, so arbeiten jetzt Teams in selbst gewählten Zeitfenstern und immer in Abstimmung mit den Möglichkeiten der Jugendherberge innerhalb weniger Tage das Vorbereitungsprogramm durch.

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Hinter dem Zelt ist das Equipment in Containern gelagert, die Komitee-Mitglieder haben viele Details, die es in einem Zirkuszelt nicht gibt, die aber der "Saalkarneval" dringend benötigt, in mobiler Form vorbereitet. Statt einer Manege gibt es eine Bühne, über der die Wappen von Nettetal und Hinsbeck sowie das Komitee-Emblem aufgehängt sind. Garderobe, Theke, Heizung, technische Zusatzausstattung — alles haben die Karnevalisten in den vergangenen Jahren hinzugefügt und so gestaltet, dass der Auf- und Abbau möglichst wenig Aufwand verlangt.

Schweiß und Muskelkraft kostet allerdings der Umbau des Zuschauerraums. Die alten Kinostühle aus dem Lobbericher "Astra" und "Movie" müssen heraus, dafür kommen Stühle und Tische ins Rund. Aber die harte Arbeit lohnt sich. "Die Atmosphäre im Zelt mit den rundherum angeordneten Plätzen ist einfach einmalig. Und wir haben die einzige absolut rauchfreie Karnevalsveranstaltung, voll akzeptiert von den Gästen", schmunzelt Ringendahl. Besorgte Blicke richten sich nur noch auf die Wettervorhersagen. Regen, Sturm und gar Schnee könnten das Narrenvergnügen im Zelt jäh stoppen. "Aber bisher ist immer alles gutgegangen. Wir sind Manfred und Petra Podchull und ihrem Team sehr dankbar für die gastfreundliche Aufnahme. Besseres kann einem kaum begegnen", unterstreicht Markus Amende.

Stolz ist das 24 Mitglieder zählende Komitee auf seinen Altersdurchschnitt. Im vorletzten Jahr stießen sechs Mitglieder neu dazu, die jünger als 30 Jahre sind. Alle freuen sich auf die beiden Abende im Zelt. Los geht es am Samstag, 12. Januar, um 19.11 Uhr mit dem Einzug des Elferrats. Ihnen tanzt erstmals als Funkenmariechen Jule Kersebaum voran. Der zweite Abend folgt am Samstag, 19. Januar. Karten gibt es beim Vorstand und den Mitgliedern. FRAGE DES TAGES

(RP/ac)