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Nettetal: Leuther schließen Bündnis für Bildung

Nettetal : Leuther schließen Bündnis für Bildung

Auf Initiative der Bruderschaft haben sich der Förderverein der Schule und die Sportfreunde Leuth zusammengesetzt.

In Leuth gibt es jetzt ein "Bündnis für Bildung". Geschlossen haben es der Förderverein der katholischen Grundschule, die St.-Lambertus-Bruderschaft und die DJK Sportfreunde Leuth. Ziel ist es, gemeinsam die Betreuungsstrukturen der Schule zu verbessern und weitere, qualitativ sehr gute Angebote zu entwickeln. Das "Bündnis für Bildung" wirbt um mehr Beteiligung, Ideen und vor allem um finanzielle Unterstützung.

Brudermeister Wilfried Dellen hatte nach der Informations- und Protestveranstaltung in der vergangenen Woche die Initiative ergriffen. Er bat die Vorsitzenden der beiden anderen Vereine, Susanne Pot d'Or und Reiner Lutz, an einen runden Tisch. "Wir haben uns Gedanken gemacht, ob und was wir gemeinsam für die Schule tun könnten. Es gibt erste ganz konkrete Ansätze, anderes werden die planen und darauf prüfen, ob es sich verwirklichen lässt", berichtete Dellen.

Konkret soll mit Beginn des neuen Schuljahrs die Betreuung der Leuther Schulkinder in unterrichtsfreien Zeiten ausgedehnt werden von bisher 8 bis 16 auf künftig 7 bis 18 Uhr. Die Bruderschaft leistet dazu eine Anschubfinanzierung in Höhe von 1000 Euro. "Wir hoffen, dass möglichst viele Leuther sich zu ihrer Schule bekennen. Es wäre schön, wenn jeder zehn Euro zahlt, um die Finanzierung zu sichern", sagt Dellen. Gleichzeitig soll erstmals auch eine durchgängige Ferienbetreuung organisiert werden. Die gibt es im Dorf bisher nicht. Eltern sind darauf angewiesen, ihre Schulkinder in anderen Stadtteilen unterzubringen.

"Wir sind wirklich froh über die Unterstützung und freuen uns über jede Idee für die Schule", sagte Susanne Pot d'Or. Sie wurde gerade erst ins Amt der Vorsitzenden des Fördervereins gewählt. "Wir sind ein kleiner Verein mit begrenzten Kapazitäten. Wir haben eine gut organisierte Betreuung, die sehr liebevoll mit den Kindern umgeht. Mit dieser Initiative zeigt sich der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft", fügte sie hinzu. Die Ausdehnung der Betreuungszeiten von 7 bis 18 Uhr gebe berufstätigen Müttern wesentlich mehr Spielraum. "Wer arbeitet, muss sich dann nicht mehr abhetzen, um das Kind abzugeben oder abzuholen", meint Susanne Pot d'Or.

Die Sportfreunde wollen das Programmangebot bereichern. Sie überlegen, ob sie ab 16 Uhr Trainings-, Übungs- oder sportliche Arbeitsgemeinschaften anbieten können. Vorher müssen technische Fragen wie Haftung, Finanzierung und Umsetzbarkeit geklärt werden. Aber Vorsitzender Reiner Lutz hat sofort bereitwillig die Unterstützung der Sportfreunde zugesichert.

Besonders wichtig erscheint den Beteiligten, eine strukturierte Ferienbetreuung aufzubauen. "Jetzt kommt es wirklich auf jeden Einzelnen im Dorf an", stellt Wilfried Dellen fest. Er sei aber zuversichtlich, dass das Dorf zusammenhält, und kann sich vorstellen, dass das "Bündnis für Bildung" mehr Mitstreiter mit guten Ideen und Tatkraft findet. "Wir glauben an die Zukunft unserer Schule, aber dafür müssen wir spätestens jetzt aktiv handeln", erklärt der Brudermeister. Auf der Internetseite www.bruderschaft-leuth.de sollen ab Montag weitere Informationen erscheinen.

(RP/ac)