1. NRW
  2. Städte
  3. Nettetal

Nettetal: Lasst uns über Gärten reden

Nettetal : Lasst uns über Gärten reden

Gemeinsam haben die Kreis-Volkshochschule und der Nabu eine Gesprächsrunde ins Leben gerufen. An jedem vierten Dienstag eines Monats treffen sich auf dem Naturschutzhof Gartenfreunde zum Fachsimpeln.

Vorträge, Zeitschriften, Bücher und Fernsehsendungen über Gartenthemen haben Hochkonjunktur. Es gibt eine große Zahl von Menschen, die sich für gärtnerisches Wissen interessieren. Die andere Möglichkeit, mehr über Pflanzen und deren Hege und Pflege zu erfahren, ist der lockere Austausch mit unterschiedlich erfahrenen Hobbygärtnern.

Darauf zielt ein Angebot der Kreisvolkshochschule ab. Vorkenntnisse vom Gärtnern – im Neudeutschen "Garding" genannt – sind nicht erforderlich für das erste Gartengespräch, das die VHS mit dem Naturschutzbund auf dem Naturschutzhof organisierte. Bei einer Tasse Tee – selbst aufgesetzt versteht sich – oder bei einem Glas naturtrüben Apfelsaft – vom Naturschutzhof natürlich – und Dinkelkräckern wurden erste Erfahrungen ausgetauscht.

Premiere am runden Tisch

Um den runden Tisch herum trafen sich zur Premiere noch wenige Gartenliebhaber. Die Breyellerin Gisela Bellardts-Cremer ist begeisterte Hobbygärtnerin und Pflanzenkennerin. Mit Wiebke Esmann, der Leiterin des Naturschutzhofes, schuf sie schnell eine Gesprächsatmosphäre, die sich rund um alles, was grünt und blüht, rankte. Gisela Bellardts-Cremer hat bereits innerhalb der Breyeller Zwar-Gruppe zu Gartengesprächen eingeladen und ihren Garten als Anschauungsobjekt für Führungen zur Verfügung gestellt. "Ich habe leider keinen eigenen Garten", erfuhren die Teilnehmer von Wiebke Esmann. Aber den braucht sie eigentlich auch nicht. Denn auf dem Naturschutzhof hat sie ein wahres Blumen- und Pflanzenparadies um sich herum.

  • Nettetal : Wo Gartenfreunde sich austauschen
  • Die Stadt Nettetal plant beim Zuschlag
    Kreis Viersen : Von der Landesgartenschau profitieren
  • Erste Anlaufstelle ist wieder ein Zelt
    Corona im Kreis Viersen : Das Impfzentrum öffnet Donnerstag mit mehr Ärzten

Jetzt beginne die Zeit, Pflanzen für verschiedenen Teesorten zu sammeln, erklärte Gisel Bellardts-Cremer. Ob Hagebutten, Löwenzahn oder die weißen Blüten des Weißdorns – fast alle Pflanzen aus dem eigenem Garten empfehlen sich für die unterschiedlichen Teesorten. Die Möglichkeiten, Tee aus den Pflanzen im eigenen Garten zu brühen, sind vielfältig.

Auch die Kornelkirschen, "das wissen nicht viele", so Gisela Bellardts-Cremer, seien gar nicht so giftig, wie man fälschlicherweise meine. "Als Marmelade oder Gelee schmecken sie hervorragend", so die Breyellerin, die ihre Tees und Marmeladen alle selbst herstellt. Zudem nutze man die Früchte der Kornelkirsche in der Medizin, gegen Schwindel und Nierenleiden zum Beispiel. Und wieso sei der Rosmarin in diesem Winter eingefroren, wollten die Teilnehmer wissen und vor allen Dingen, "was machen wir jetzt"? Gisela Bellardts-Cremer hatte Tipps parat: "In Ruhe lassen und später völlig runterschneiden", riet die Gartenfachfrau. Nach einer guten Stunde Theorie ging es hinaus auf den Naturschutzhof. Bei den Kräutern und Pflanzen war der erste Stopp. Weitere Gartengespräche, bei Interesse auch gemeinsame Aktivitäten, sind geplant. Die Veranstaltungen sind kostenlos.

(ivb)