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Nettetal: Lachen in der Hattrick Hall

Nettetal : Lachen in der Hattrick Hall

Das Comedy-Duo Mark´n´Simon tritt am 7. November wieder in Lobberich auf. Fan und Organisator Jürgen Mayer holt das Duo bereits zum siebten Mal nach Nettetal – wegen der Belastung wird es für ihn das letzte Mal sein.

Simon hat vor knapp zwei Monaten einen neuen Weltrekord aufgestellt. Er stopfte sich 400 Strohhalme zugleich in den Mund. Das ist natürlich bei der Video-Plattform YouTube dokumentiert. Mit seinem Partner Mark bringt er das ungleiche Duo Ozzy Osborne und Joe Cocker auf die Bühne. Mark'n'Simon haben sich eine kleine Fangemeinde in Nettetal erobert, seitdem Barbara Holtappels sie vor einigen Jahren hier präsentierte.

Zum letzten Mal

Die Agentin lebt längst in Norddeutschland. Aber Mark'n'Simon kommen trotzdem immer noch nach Lobberich. Sieben Mal schon hat Jürgen Mayer das hochmusikalische Comedy-Duo in die Stadt geholt. Im Restaurant der Hattrick Hall treten sie am Samstag, 7. November, um 20 Uhr erneut auf. Es wird möglicherweise das letzte Mal sein. Denn Mayer organisiert ihre Nettetaler Auftritte nicht mehr.

"Es wird mir einfach zu viel", sagt er. Mayer hat die beiden Komödianten erstmals in seiner Heimatstadt Mönchengladbach gesehen, wo sein Nachbar Peter Rumpel ihr Gastspiel organisiert hatte. "Es kamen 25 Besucher, das war sehr deprimierend. Und die waren so gut, dass mir eine Woche danach noch alle Lachmuskeln schmerzten." Der glühende Fan Jürgen Mayer wollte Mark'n'Simon unbedingt ein Jahr später wieder sehen. Und da Barbara Holtappels als Veranstalterin ausfiel, übernahm er selbst die Organisation. Mayer besorgt Plakate, druckt und verkauft Eintrittskarten, organisiert den Raum zum Auftreten, mobilisiert die Medien für Vorberichte – und geht zunehmend höhere Risiken ein. Die Comedy-Welle im Fernsehen hat nicht nur die Qualität tief nach unten gezogen, sondern ist eine harte Konkurrenz zum leibhaftigen Auftritt von Comedians auf der Bühne.

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Schlaflose Nächte gehabt

"Im vergangenen Jahr habe ich schlaflose Nächte gehabt, weil einer nach dem anderen aus meinem Freundeskreis aus terminlichen Gründen absagen musste." Mayer saß vier Wochen vor dem Gastspiel auf einem gewaltigen Stapel nicht verkaufter Karten. "Abends kamen dann doch hundert Besucher in die Hattrick-Hall. Aber das Wagnis wird mir zu groß", sagt Mayer. Das verflixte siebte Mal hat er in diesem Jahr noch durchgezogen. Vor dem Kamin im Hattrick-Hall-Restaurant wird wieder die Bühne aufgebaut. Die intime, enge Atmosphäre, die nach viel Improvisation riecht, treibt die Münchner Künstler besonders an. Sie reagieren prompt auf jeden Zwischenfall im Publikum und lieben die Interaktion mit den Besuchern.

Jürgen Mayer freut sich unbändig auf den kurzweiligen Abend, auch wenn er mit der Vorbereitung enorm viele Arbeit hat.

(RP)