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Kulturpreis „Silberner Reiher“ für die Musikkneipe Quartier Latin aus Kaldenkirchen

Kaldenkirchen : Kulturpreis „Silberner Reiher“ geht an die Musikkneipe Quartier Latin

Zum Ende der zweiten Kaldenkirchener Kulturwoche „Grenzgold“ wurde die ­Auszeichnung für die Verdienste um das kulturelle Leben im Stadtteil vergeben.

Große Ehre für eine kleine Kneipe: Zum Abschluss der zweiten Kaldenkirchener Kulturwoche „Grenzgold“ ist am Sonntagabend dem Quartier Latin der Kulturpreis „Silberner Reiher“ verliehen worden. Die zum zweiten Mal vergebene Auszeichnung soll eine Anerkennung für die Verdienste des Wirte-Teams der Kult- und Musikkneipe um das kulturelle Leben im Stadtgebiet sein. Vorausgegangen war ein zehntägiges buntes Kulturspektakel im Stadtteil.

„Nicht nur Künstler und Kulturschaffende sorgen für kulturelle Vielfalt, sondern auch Multiplikatoren und Veranstalter“, erklärte bei der Ehrung André Dückers, zusammen mit Marcel Fritz, beide vom Nettetaler Bierkontor („Seenstädter“), und Alexander Vitt, Veranstalter der Kulturwoche und Stifter des Kulturpreises. Dückers lobte die vier Wirte Mark und Patrick Dors, Thomas Kolodziej und Annerose Pannwitz für ihr Engagement, mit „Veranstaltungen auch abseits des Mainstreams alle Generationen für Kultur, Musik vor allem, zu begeistern“.

Seit mehr als 25 Jahren veranstalten laut Dückers die Wirte und ihre Helfer zahlreiche Konzerte, darunter das jährliche Festival Spring Jam sowie Lesungen, Quiz-Abende und nostalgische Motorradshows. Heimatliches Engagement komme dazu, an Veranstaltungen im Stadtteil beteilige sich das Quartier Latin regelmäßig. Für das Wirte-Team nahmen Mark Dors und Thomas Kolodziej unter großem Beifall des Publikums vor der Seenstädter Bühne in der Fußgängerzone die stilvolle Ehrung nebst Urkunde entgegen.

Die Übergabe des Preises war eingebettet zwischen Western-Tanzshow und dem Abschlusskonzert mit dem Fabian-Haupt-Duo, das mit pfiffigem Deutsch-Pop das Publikum beeindruckte. Wie überhaupt die Resonanz auf die 28 Veranstaltungen in zehn Tagen „überwältigend“ war, sagte Dückers. Allein, dass trotz unbeständigen Wetters mehr als 200 Teilnehmer beim „Bunten Bankett“ am Freitag in der Fußgängerzone picknickten, stimmte die Veranstalter „mehr als zufrieden“, resümieren sie.

Seit dem 5. Juli gab es Veranstaltungen wie Kunstaktionen und Ausstellungen, Lesungen und ein offenes Singen, Malwettbewerbe und einen Mundart-Abend, Filmvorführungen über die Geschichte Kaldenkirchens, Kindertheater und Stadtführungen. Etliche Künstler gaben Konzerte, unter ihnen der Gospelchor der Lebenshilfe „The Lord’s Singers“ und Gitarrist Timo Brauwers. Internationales Flair brachte die Amsterdamer Band Zorita am Samstagabend mit fulminantem Bohemian-Weltmusic-Pop in die volle Innenstadt: Alt und Jung feiert mit, es wurde geklatscht, gelacht, getanzt – getrieben von Geiger und Bläsern, Trommler, Keyboarder und Gitarristen. Musik zum Glücklichsein: „So was hat Kaldenkirchen noch nicht erlebt“, schwärmte eine Besucherin.

(jobu)