1. NRW
  2. Städte
  3. Nettetal

Nettetal: Kritische Töne in Richtung Bundespartei

Nettetal : Kritische Töne in Richtung Bundespartei

„Wie dürfen unsere Jugend nicht im Stich lassen. Jugendpolitik muss daher an die erste Stelle auch der kommunalen Tagesordnung gesetzt werden.“ Dies forderte der Nettetaler CDU-Stadtverbandsvorsitzende Jürgen Boyxen beim Neujahrsempfang seiner Partei im Hinsbecker Hotel Josten. Bei der Gelegenheit übte er deutliche Kritik an der „Sozialdemokratisierung“ der CDU durch die Bundespartei.

Jugendpolitik nahm im vergangenen Jahr in Nettetal eine wichtige Rolle ein – dies soll auch 2008 der Fall sein. Wichtig sei daher, so Boyxen, die von der CDU initiierte Ausweitung der Arbeit von Streetworkern in Nettetal. „Wenn wir einen großen Teil der Jugend verlieren, wird die Zukunft uns unübersehbare Probleme schaffen.“ Die Politik habe die Aufgabe den Rahmen zu schaffen und Lobby zu sein für Jugendvereine, wenn es um die Verteilung von Geldern ginge. Denn nur dann könnten die Vereine ordentliche Arbeit abliefern. Der Drogentourismus in und durch Nettetal hindurch bereitet Boyxen weiterhin große Sorgen. Die CDU werde auch in diesem Jahr bemüht sein Lösungen zu finden.

Allgemeinpolitisch übte Boyxen Kritik an der Ausrichtung der Partei auf Bundesebene. Die konservative Grundausrichtung der Union werde um kurzfristiger Erfolge willen leichtfertig vernachlässigt. „Die CDU kann nicht alles und jeden bedienen, sie wird ihr politisches Profil verlieren, wenn ihr primäres Ziel ist, die so genannte Mitte zu besetzten.“

  • Stabsfeldwebel Bernd von den Kerkhoff (links)
    Wirtschaft im Kreis Viersen : Wie Firmen die Auszubildenden von morgen gewinnen
  • Holger Keller, André Wuttke, Marko Dillikrath,
    Event im Kreis Viersen : Die Oldies rollen bald wieder
  • Vorstand Christoph Gommans, Manfred Schomm (stellvertretender
    Erstmals mehr als fünf Milliarden Euro Kundenumsatz : Volksbank-Beschäftigte arbeiten 45 Prozent effizienter

Die „Sozialdemokratisierung unserer Partei“ sei erschreckend weit fortgeschritten. Die SPD rufe, und die CDU springe. Positionen, zu denen die Partei stets eine klare Ausrichtung hatte, wie in der Familienpolitik, im Unterhaltsrecht, der Betreuung von Kleinkindern oder auch im Embryonenschutz, würden auf Bundesebene gegen die Überzeugung der Basis, immer weiter aufgeweicht. „Das allgemeine Drängen in die Mitte mag einem kurzfristigen Machterhalt dienen; langfristig fördert es die allgemeine Politikverdrossenheit.“

(RP)