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Nettetal: Krankenhaus baut für 17,7 Mio. Euro aus

Nettetal : Krankenhaus baut für 17,7 Mio. Euro aus

Die Vorplanung ist vom Aufsichtsrat genehmigt. Neu sein wird eine psychiatrische Tagesklinik.

Nach dem Neubau ist vor dem Neubau. Seit Jahrzehnten hält sich das Städtische Krankenhaus an dieses Motto. Es ist, um im Bild zu bleiben, für das Haus und das Gesundheitswesen der Region von überlebensrettender Bedeutung. Rund 17,7 Millionen Euro steckt das Haus in den erneuten Ausbau. Im Wesentlichen schafft es den dringend erforderlichen Platz für das vorhandene Leistungsspektrum. Neu wird sein eine psychiatrische Tagesklinik des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). Die Zahl der Parkplätze wird gleichzeitig von 164 auf 230 erhöht.

Der Aufsichtsrat der Krankenhaus GmbH hat die Vorplanung genehmigt. Jetzt geht es an die Detailarbeit. Erst dann fällt die wirkliche Entscheidung, erläuterte Geschäftsführer Jörg Schneider. Sein Vertrag ist vorzeitig mit Wirkung zum 1. Juli 2014 um fünf Jahre verlängert worden. Unter seiner Leitung hat das Haus im vergangenen Jahr erneut mit 585 000 Euro einen stattlichen Bilanzgewinn erwirtschaftet. Außerdem sind die Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen im Juni mit einem Aufschlag fürs Nettetaler Haus erfolgreich abgeschlossen worden.

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Aufsichtsratsvorsitzender Ingo Heymann unterstrich bei der Vorstellung der Pläne, dass das Gesamtpaket des Nettetaler Gesundheitswesens überzeugend geschnürt wurde. Im Wettbewerb der regionalen Krankenhäuser, die alle zweistellig Millionensummen investieren, und der Kommunen sei die Stadt entschlossen mitzuhalten und die Leistungen des Krankenhauses stetig zu verbessern. Das sei dem gesamten Team zu verdanken, das sich mit hoher Geschlossenheit und Motivation auszeichne. Nicht zuletzt Patientenbefragungen hätten die Strategie für Heilung und Pflege bestätigt.

Nach den Ferien schon soll die Unfallchirurgie über ein zertifiziertes Traumazentrum verfügen. Wenige Monate später soll die Endoprothetik ebenfalls zertifiziert werden und als Zentrum anerkannt sein. Ausbauen wird das Haus ihr Schmerzmanagement. Das Leistungsspektrum soll durch engere Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten optimiert werden. Anziehen will das Haus außerdem auch weitere Fachärzte mit dem geplanten Neubau.

Errichtet wird ein in der Endausbaustufe fünfgeschossiger Flügel. Ihm werden die ehemaligen Schwersternwohnheime geopfert, in denen bisher die Verwaltung (sie zog um in den sanierten Uraltbau) untergebracht war. Die privaten Praxen (PIN und Chirurgie) werden zeitweilig in Containern untergebracht. Der Neubau soll im Keller die neue Küche aufnehmen, in der anderen Kellerhälfte wird Technik untergebracht.

Die Endoskopie wird eine Hälfte des Erdgeschosses übernehmen, die andere wird der Dialyse zugeordnet, die damit dann 21 Plätze haben wird. Im ersten Obergeschoss wird der LVR die Tagesklinik einrichten, an der er sich mit etwa drei Millionen Euro beteiligen wird. Darüber werden neben PIN und der chirurgischen Gemeinschaftspraxis Falk/Berg weitere Facharztpraxen eingerichtet, die noch akquiriert werden. Das dritte Obergeschoss nimmt zwölf zusätzliche Einzelzimmer für Privatpatienten auf. Das vierte Geschoss wird nur zu einem Drittel, und zwar für Arthroskopie und Endoprothetik errichtet, die sich im Bestand nebenan befindet.

(RP)