Konzert im Atelier van Eyk in Nettetal-Leuth

Konzert in Nettetal : Musikalische Reise durch Europa

Eine „Musikalische Sommernacht“ der besonderen Art erlebten gut 200 Gäste im Park des Ateliers van Eyk in Leuth.

An langen Biertischen sitzen Menschen vor ihrem Getränk, für das die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Leuth sorgen, andere schlendern umher, Kinder rennen durch den Park. Das Orchester macht sich draußen bereit. Eine „Musikalische Sommernacht“ der besonderen Art erlebten gut 200 Gäste am Freitagabend im Park des Ateliers van Eyk in Nettetal-Leuth.

Der Keramiker Anton van Eyk, die gute Seele des Ateliers, der nie Wirbel um sich machte, hatte einmal scherzhaft gesagt, das Pfarrorchester Leuth könne ihm gerne zu seinem 100. Geburtstag ein Ständchen bringen. So geschah es 2013 – nur war Anton von Eyk damals schon seit neun Jahren verstorben. Damit begann eine kleine Tradition von frühsommerlichen Konzerten im Atelier van Eyk.

„Passend zur Europawahl“, so erklärte Jens Stromminger-Reich vom Pfarrorchester, „machen wir eine musikalische Reise durch Europa mit einem Abstecher über den großen Teich und kommen am Ende zurück nach Leuth.“ „Wo kann man Musik und Kunst besser verbinden als an diesem Ort“, fügte Stromminger-Reich hinzu.

Im Atelier konnten die Gäste die Ergebnisse aus Workshops mit der Künstlerin Dagmar Reichel bewundern, draußen der Musik lauschen, sich unterhalten, den verwunschenen Park durchstreifen – es war diese entspannte, ungezwungene Atmosphäre, die den Abend so besonders machte.

Ein britisches Stück von Kenneth Alford aus dem Jahr 1930 machte den Anfang: „The Standard of St. Georges“, mit dem amerikanischen „Highschool Cadets“ von John Philip Sousa ging es weiter. Musik aus Italien, Deutschland, Märsche, Walzer – das 1890 gegründete Pfarrorchester stellte sein Können mit einem breit gefächerten Repertoire vielfach unter Beweis.

Eine Premiere gab es: Bernd Klaas dirigierte erstmals das Stück „Contrasting Scenery“. Er nimmt an einem Dirigentenlehrgang teil und wird bald seine Prüfung ablegen. Am Ende kamen sie mit der Lokalhymne „Leuth am Niederrhein – wie bist du doch so schön“ zurück nach Leuth.

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