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Nettetal: Kommentar: Unspektakulär zum Erfolg

Nettetal : Kommentar: Unspektakulär zum Erfolg

Jörg Schneider ist kein Lautsprecher seiner selbst. Da hat das Nettetaler Krankenhaus schon ganz andere Erfahrungen mit Geschäftsführern gemacht.

Nach der Ära Herbert Wans und den anfangs unruhigen Nachfolgezeiten, in denen Bürgermeister Christian Wagner gut anderthalb Jahre die Geschäftsleitung des Krankenhauses verantworten musste, ist nicht nur Ruhe eingekehrt. Schneider habe dem Haus neuen Schwung gegeben, stellten Mitgeschäftsführer Armin Schönfelder und Aufsichtsratsvorsitzender Ingo Heymann gestern fest. Seit zwei Jahren arbeitet Schneider inzwischen in Nettetal. In dieser Zeit hat er dem Krankenhaus deutlich seinen Stempel als moderierender und zielstrebiger Geschäftsführer aufgedrückt. Ihm wird ein sehr gutes Binnenverhältnis nachgesagt, und er muss auch nach außen hin geschickt die Interessen des Hauses vertreten. Wie anders wäre zu erklären, dass er in einer von beinharten Bedingungen geprägten Gesundheitspolitik mit Krankenkassen gute Budget-Ergebnisse für das Nettetaler Haus erzielt?

Schneider profitiert aber auch von einem Hospital, in dem ein sehr gutes innerbetriebliches Klima herrscht. Das zeugt von Professionalität aller Mitarbeiter, wo immer sie tätig sind. Das alles sollte dabei helfen, jenen ärztlichen Nachwuchs zu gewinnen, den das Haus dringend benötigt. Junge Mediziner wollen nämlich nicht aufs platte Land — ob in Praxen oder in Krankenhäuser.

(RP)