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Nettetal: Kommentar: Kein Verlust von Lebensqualität

Nettetal : Kommentar: Kein Verlust von Lebensqualität

Kann man einem Hundebesitzer verdenken, dass er alle Hebel in Bewegung setzt, wenn der geliebte Vierbeiner in Gefahr ist? Nein. Natürlich nicht. Der Einsatz der Feuerwehr in solchen Notlagen ist gerechtfertigt.

Und wer sich über die Anzahl an Kräften und Fahrzeugen am vergangenen Sonntag wundert, der sollte sich vor Augen halten, dass ehrenamtliche Kräfte am Werk sind. Weil sie unter der Woche alle berufstätig und nicht immer abkömmlich sind, werden in Nettetal bei jedem Alarm zwei Löschzüge mobilisiert. So kann die Stadt eine angemessene Zahl an Hilfskräften aufbieten. Seltsam aber ist, wie mit den Kosten solcher Einsätze umgegangen wird. Die Stadt muss jeden Cent dreimal umdrehen, den sie ausgibt. Warum werden dann Hilfen wie am Sonntag, als es nicht um Menschenleben ging und auch keine Kuhherde aus einer brennenden Stallung gerettet werden musste, nicht in Rechnung gestellt? Es soll niemand damit kommen, die Lebensqualität und der Gemeinsinn würden in ihren Grundfesten erschüttert. Jeder Bürger ist erst einmal für sich und auch für sein Haustier verantwortlich. Kosten, die durch einen Einsatz wie am Sonntag auflaufen, sollten nicht sozialisiert werden. Eine gute Tierhalterversicherung müsste helfen können – wenn kein grobes Fehlverhalten vorliegt. LUDGER PETERS

(RP)