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Nettetal: Kommentar: Das Geschenk gerne vergessen

Nettetal : Kommentar: Das Geschenk gerne vergessen

Wer kann nicht nachfühlen, dass die Anwohner der Wasserstraße alles wollen, nur nicht den Ausbau ihrer Wohnstraße, an dem sie dann kräftig finanziell beteiligt werden?

Die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche ließ, auch wenn sie die bisher ermittelten Zahlen verschwieg, aber durchblicken, dass die Stadt mit sich reden lässt. Es gebe eine sehr große Bandbreite von Ausbaumöglichkeiten, erklärte sie.

Eine solche Straße müsse nicht unendlich teuer werden, es lasse sich über Standards verhandeln. Anderseits dürfen die Anwohner nicht vergessen, dass die Solidargemeinschaft der Nettetaler Steuerzahler ihnen vor mehr als 40 Jahren die Straße ohne jede Gegenleistung geschenkt hat, auf der sie alle bis heute fahren. Sie ist mehr schlecht als recht, aber sie reicht. Andere Straßen im gesamten Stadtgebiet, auf denen auch die Anwohner der Wasserstraße selbstverständlich unterwegs sind, haben deren Anwohner mitfinanzieren müssen.

Das sollte sich mancher Gegner vor Augen führen, ehe er über "die Stadt" herfällt. "Die Stadt", die seltsamerweise bei ihren eigenen Bürgern immer häufiger zum Feindbild mutiert, sind übrigens alle Bürger Nettetals und nicht die Mitarbeiter der Verwaltung und die Politiker. LUDGER PETERS

(RP)