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Nettetal: Kommentar: CDU stellt sich Realitäten

Nettetal : Kommentar: CDU stellt sich Realitäten

Die CDU zieht Konsequenzen aus einem Abwägungsprozess zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Für die eiserne Fortsetzung des dreigliedrigen Schulsystems gehen in der Stadt schlicht die Kinder aus. Und das Wahlverhalten von Eltern spricht seit Jahren eine deutliche Sprache: Sie bevorzugen die Gesamtschule, und zwar nicht nur, weil sie die Hauptschule als Lernort für ihr Kind ablehnen.

Sie sehen dort bessere Bildungschancen für die weitere Entwicklung. Darin schwingt die Hoffnung mit, dass ein Kind sich möglicherweise bis zur Oberstufenreife entwickelt – unter dem Dach einer Schule. So haben Nettetals Bürger Fakten geschaffen, die man aus rein ideologischen Gründen im Rathaus lange nicht wahrhaben wollte. Es droht mittlerweile gar die Gefahr, dass Eltern mit ihren Füßen abstimmen und sich nach außerhalb orientieren, weil sie die Hauptschule nicht wollen. In der Abwägung scheut die CDU zurecht das Risiko einer Sekundarschule. Denn ohne Oberstufe wäre sie für Eltern, die auf die Gesamtschule fixiert sind, wohl nur eine Hauptschule in anderer Verpackung. In absehbarer Zukunft wird die Hauptschule aus Nettetal verschwinden, ihre Schüler werden die Gesamtschule besuchen. Sie wird dann anders sein als heute.

(RP)