Kolpingsfamilie Nettetal-Lobberich zu Gast im NRW-Landtag

Lobberich/Düsseldorf : Kolpingsfamilie zu Gast im NRW-Landtag

Mitglieder der Kolpingsfamilie Lobberich mit ihrem Vorsitzenden Arno Peffer besuchten im Landtag Marcus Optendrenk, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Kreis Viersener CDU.

Mein Arbeitgeber ist da“, sagte Marcus Optendrenk, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Kreis Viersener CDU, und freute sich sichtlich über den Besuch aus der Heimat. „Danke, dass Sie sich Zeit für die Demokratie genommen haben.“ So begrüßte der 49-Jährige die Mitglieder der Kolpingsfamilie Lobberich mit ihrem Vorsitzenden Arno Peffer. Insgesamt war die Gruppe mit einigen Gästen in einer Stärke von 24 Teilnehmern nach Düsseldorf gefahren.

Die Kolpinger hatten jede Menge Fragen: Wie viele Menschen arbeiten im Landtag? So ganz genau lasse sich das nicht beziffern, erklärte Optendrenk. Mit wissenschaftlichen Mitarbeitern und der Landtagsverwaltung schätzt er die Zahl auf etwa 1000. Anschaulich schilderte der CDU-Mann den Wandel in der Arbeit der Abgeordneten: „In den 80er-Jahren waren die Abgeordneten sehr viel seltener im Landtag.“ Mit den Anforderungen heute, Stichwort Spezialisierung und social media, seien auch die Ansprüche gewachsen. Diese Faktoren und die Bemühungen der Landespolitiker, Raum für viele Besucher zu schaffen, hätten dazu geführt, dass es tatsächlich ein Platzproblem gebe. „Warum wird die Kolping-Einrichtung in Amern nicht mehr unterstützt?“, wollte ein Teilnehmer wissen. Für die Beantwortung dieser Frage hatte Optendrenk einen Überraschungsgast hinzu gebeten: Fraktionskollege und Landes-Kolpingchef Stefan Nacke. Er kenne keine Einzelheiten, betonte aber, dass manchmal Härten bei der Unterstützung eben nicht zu vermeiden seien. Nacke betonte, Kolping habe zwar ähnlich wie andere kirchliche Verbände durchaus seine Probleme, „aber wir gehören zu den aktiven Vereinigungen“.

Der Jurist Optendrenk kennt die Landtagsarbeit schon sehr lange, nämlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter und als Büroleiter des Finanzministers. Nacke kommt aus dem kirchlichen Bereich. Der Seiteneinsteiger war bis vor zwei Jahren im Bistum Essen tätig. Auch der Umgang mit den Rechtsaußen kam zur Sprache. Beide räumten ein, dass es hier ein Patentrezept nicht gebe. Ob er sich vorstellen könne, nochmal eine andere Tätigkeit anzugehen, wurde Optendrenk gefragt, offenbar mit Blick auf Berlin, wo der Platz des Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer zur nächsten Wahl frei wird. Er gehe momentan davon aus, bei der nächsten Landtagswahl anzutreten, erklärte Optendrenk.

(RP)
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