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Nettetal: Kindter Eck hat wieder eine Leitung

Nettetal : Kindter Eck hat wieder eine Leitung

Die Stadt hat die Trägerschaft des Generationentreffs vom DRK-Kreisverband Viersen übernommen. Die Sozialpädagogin Martina Wirth aus Kempen will mit ehrenamtlicher Unterstützung die Arbeit fortsetzen.

"Du bist jetzt im Kindter Ecke, hier lassen wir die nicht mehr weg", sangen die "Kindter Spatzen" vom Generationentreff Kindter Eck. Mit diesem inhaltlich klar formulierten und sehr bestimmenden Willkommengruß begrüßten sie am Freitagnachmittag ihre neue Leiterin Martina Wirth.

"Hier hat nicht nur ein Wechsel in der Leitung stattgefunden, auch die Trägerschaft ist in andere Hände übergegangen", stellte Bürgermeister Christian Wagner. Er war zur offiziellen Begrüßung von Martina Wirth auch als Vertreter des Trägers nach Schaag gekommen. Denn seit dem 1. Juli befindet sich der Generationentreff "Kindter Eck" an der Riether Straße in Trägerschaft der Stadt Nettetal. Zuvor hatte das der Kreisverband Viersen im Deutschen Roten Kreuz über Jahre das Haus betreut. Das DRK hatte sich aber zu Beginn des Jahres entschieden, sich aus der Trägerschaft zurückzuziehen. Die Dokumentationspflichten und andere, von der Bürokratie bestimmte Aufgaben wollte der Kreisverband hier nicht mehr erfüllen. Er blieb danach nur noch im "Haus Sonnenschein" an der Friedrichstraße in Kaldenkirchen Träger eines Generationentreffs.

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"Hier im Kindter Eck ist immer etwas los, hier ist Leben drin", stellte der Bürgermeister fest, der - ungeachtet des Datenschutzes - lachend erwähnte, dass ihm ein Zusatz in der Bewerbung der diplomierten Sozialpädagogin besonders gefiel. Dort heißt es im Lebenslauf, dass sie nicht nur Mutter zweier Söhne ist, sondern auch ihre alte Mutter betreut. "Gibt es eine bessere Grundlage, um einen Generationentreff zu leiten", fragte er in die Runde und erhielt laute Zustimmung der betagten Besucher des Kindter Ecks.

Nach ihrem Studium in Mönchengladbach war Martina Wirth jahrelang Ansprechpartnerin im Krankenhaussozialdienst des Kreises Viersen. "Zu meinen Aufgaben gehörte es, die häusliche, ambulante Versorgung der Patienten und Senioren nach dem Krankenhausaufenthalt sicherzustellen", berichtete sie bei ihrer Vorstellung. Sie wirkte an dem spannenden dreijährigen Projekt bei der Caritas Geldern über "Gemeinwesen-Orientierte Seniorenarbeit" mit und setzte die Herausforderungen des demografischen Wandels wohnortnah zum Wohle der Senioren um.

In Schaag freut sie sich auf eine lebendige Arbeit mit den älteren Menschen sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. "Ich will hier arbeiten, damit es Ihnen Spaß macht, hier mit Jung und Alt gemeinsam ihren Alltag zu gestalten", kündigte die in Kempen wohnhafte Sozialpädagogin an. Die ehrenamtlichen Kräfte dürften dies sehr gerne gehört haben. Sie waren vor allem während der Leitungsvakanz in der Übergangszeit vom DRK zur Stadt Nettetal besonders tatkräftig eingesprungen, um das bisher aufgebaute Rahmenprogramm fortzusetzen und zu sichern. Bürgermeister Wagner bedankte sich daher ausdrücklich bei Gisela Selder und Wendeline Künstler, den ehemaligen Leiterinnen des Generationentreffs. Sein Dank galt aber auch Eva Abels vom DRK, die zuletzt die in Schaag sehr beliebte Einrichtung geleitet hatte.

(ivb)