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Nettetal: Kinder machen Leichtathletik im Team

Nettetal : Kinder machen Leichtathletik im Team

Das Familienfest des VfL Hinsbeck fand unter den neuen Bedingungen des Leichtathletikverbandes statt. Frustrierende Ergebnisse bleiben Kindern erspart, weil sie zusammen ein Team bilden. Auch die Disziplinen haben sich verändert.

Mit umfangreichen Änderungen wartet der VfL Hinsbeck beim Familiensportfest auf. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat die leichtathletischen Übungen für Kinder umfassend geändert. Bisher galten auch für die Kleinen die im Erwachsenensport üblichen Disziplinen Sprint, Weitsprung, Schlagball-Weitwurf und Langlauf. Das war für weniger begabte Kinder oft frustrierend. Sie hatten keine Chance und hörten daher früh mit dieser Sportart auf.

Nach den neuen Richtlinien des DLV starten nun alle Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren als Team (beim VfL-Fest wurden auch Teams bis 14 Jahre gebildet). Es ist nicht mehr die Einzelleistung entscheidend, alle Ergebnisse der Teammitglieder werden zusammengefasst und gewertet. So haben auch schwächere Kinder die Möglichkeit, mit ihrem Team vordere Plätze zu erzielen, jeder motiviert den Anderen. Erst ab den 13-jährigen Schülern und den Erwachsenen gibt es die gewohnten Leichtathletik-Übungen.

Darüber hinaus wurden die einzelnen Disziplinen für Kinder in allen Bereichen verändert. So läuft beim Sprint jedes Team als Staffel, je nach Altersklasse 30, 40 oder 50 Meter. Zunächst über eine Hindernisstrecke, nach der Staffelübergabe zurück über eine Flachstrecke, nach der Staffelübergabe wiederum über die Hindernisstrecke. Die Dauer beträgt drei Minuten, sodass jedes Kind drei- bis viermal die Strecke läuft. Beim Sprung macht die Altersklasse U8 einen Hochsprung mit Weitsprung-Anlauf. Das ist eine sinnvolle Einführung in den Weitsprung, denn ungeübt werden fast alle Sprünge zu flach ausgeführt.

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Die älteren Jahrgänge machen eine Weitsprung-Staffel. In einer Zeit von drei Minuten müssen so viele Sprünge wie möglich durchgeführt werden, die Weiten werden addiert. Im Kraftbereich ist für die U8 der Schlagwurf aus dem Stand, für die U10 der Drehwurf mit Ringen (ähnlich dem Diskuswurf) und für die U12 und U14 ein Medizinballstoßen (Heranführung an das Kugelstoßen) vorgegeben.

Für die Ausdauer wurde ein Team-Biathlon-Lauf "erfunden". Hier stehen nach einer Laufstrecke von etwa 400 Metern, wobei die Weitsprunggrube als Hindernis dient, drei Bälle bereit. Mit ihnen müssen zwei Pylonen umgeworfen werden. Wer es nicht schafft, muss eine Strafrunde absolvieren, bevor er den nächsten aus seinem Team auf die Strecke schickt.

Die Anfeuerungsrufe der Beteiligten und Zuschauer zeigten, dass die Teamübungen sehr gefielen. So sinnvoll die Veränderungen sind — sie verlangen vom Ausrichter viele Helfer und eine organisierende Kraft, die sich voll einsetzt und den Überblick behält.

Dies gelang in Hinsbeck dank der Planung und des Einsatzes der Leichtathletik-Verantwortlichen Nicole Heydhausen sehr gut. 109 Teilnehmer belohnten das Engagement, an dem sich neben dem VfL Hinsbeck auch die Vereine TV Lobberich und TSF Bracht beteiligten.

Neben der Leichtathletik zeigten andere Abteilungen des Vereins ihr Können. Für die Kinder unter sechs Jahren hatte der VfL Hinsbeck einen "Olympischen Parcours" aufgebaut. 25 Vorschulkinder beteiligten sich an Disziplinen wie Zielwerfen, Hürdenlauf, Sandsäckchen-Werfen und anderen "Prüfungen".

(heko)