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Nettetal: Kinder machen ihre Musik zum Festival

Nettetal : Kinder machen ihre Musik zum Festival

Nicole Schröder wurde für ihren Mut belohnt, ein Kinder-Musik-Festival zu organisieren. Beide Vorstellungen im Zirkuszelt der Hinsbecker Jugendherberge waren am Himmelfahrtstag ausverkauft.

Man konnte den Stein, der Nicole Schröder vom Herzen plumpste, förmlich hören. "Das hat super geklappt", sagte sie glücklich nach dem Kindermusikfestival. Sie hatte die Veranstaltung im Zirkuszelt der Hinsbecker Jugendherberge organisiert - es entpuppte sich als Glücksgriff. Denn das Zelt war bei beiden Durchgängen bis auf den letzten Platz besetzt, und die Stimmung bei den Kindern und ihren Eltern war grandios.

Zwei Ordnungshelfer kontrollierten am Eingang, dass niemand ohne Eintrittskarte hineinkam. "Das musste sein. Wir hatten Auflagen wegen der Sicherheitsmaßnahmen. Es durfte nur eine begrenzte Anzahl Besucher hinein", berichtete Nicole Schröder. Sie bedauerte, dass sich einige Eltern nicht rechtzeitig um Karten gekümmert hatten. Den Schulen und den auftretenden Kinderchören sei dies bekannt gewesen, sagte sie. Sie will bei einer Neuauflage des Kindermusikfestivals im kommenden Jahr versuchen, den Kartenvorverkauf zentral, vielleicht über die Stadt, zu organisieren.

Nicht nur die Kinder, die auftraten, auch die kleinen und großen Zuschauer im Zirkuszelt waren begeistert. Den Anfang des KiMuFe (Kindermusikfestival) machte Elas Spielgruppe mit Manuela Gütlein Borger. Sie leitet im Pappelhof zwischen Schaag und Breyell eine Kindergruppe. Im Anschluss hieß es "Schruppi, Schruppi, Schrupp, Schrupp, ich putze meine Zähne, damit alle wenn ich gähn', auch meine Zähne seh'n". Die Kinder im Chor des städtischen Kindergartens Leutherheide kannten den Text in- und auswendig und bewegten sich wie alte Hasen zur Musik. Geschrieben hat sie Chorleiter Udo Schröder zu einem Text seiner Ehefrau Nicole. Er singt regelmäßig bei wöchentlichen Proben mit den Kindern. Die Kinder im Publikum (und manche Mütter oder Väter) gingen schnell mit, und schon sang das Zelt das Kinderlied, das man übrigens mit sieben weiteren Kinderliedern auf einer CD hören kann.

Großen Anteil am Erfolg hatte der zaubernde Moderator Michel Backes ("Miba"), der die Auftritte der Kinder mit lustigen Sprüchen begleitete und die Kinder mit Zaubertricks verblüffte. Dazu hatte er eigens den Zaubertisch aus seiner Campingkollektion mitgebracht, wie er scherzhaft erzählte, als der zusammenbrach.

Die Kinder aus dem Spatzennest in Hinsbeck legten musikalisch einen "Samba" aufs Parkett, und die Mädchen und Jungen des DRK-Familienzentrums in Lobberich meinten: "Hallo, guten Tag, wir fangen jetzt an". Nach der Pause ließ Barbara Bruns den Kinderchor der Pfarre St. Peter singen. Mit Kindern im Publikum sangen die Hinsbecker über rote Luftballons, Kaugummi und Bären, die kein Fell haben. Auch die "Klangfarben" aus Lobberich, ebenfalls unter ihrer Leitung, sorgten für ausgelassene Stimmung. Der Chor der Lambertusschule verriet am Ende seines Auftritts: "Ich wollte nie erwachsen sein". Gesangliches Können bewies schließlich die Tanzschule "Crazy Dancers" aus Lobberich.

Zwischenzeitlich hat sich ein Verein für das Kindermusikfestival gegründet. Ziel ist es, eine stabile Basis zu haben, aber auch um Spenden zu sammeln, die notwendig sind. "Wir wollen Spendenquittungen ausstellen können", berichtet Nicole Schröder. Sie musste in diesem Jahr für das KiMuFe aus eigener Tasche etwas dazulegen.

(ivb)