Nettetal Kenntnisse übers Agrobusiness vertiefen

Nettetal · Zwei deutsch-niederländische Projekte sind geplant über den Weg zur Agropole und zur Reformation

 Für Nettetal sind Landwirtschaft und die Weiterverarbeitung wichtige Wirtschaftsfaktoren. Dazu gehört das Projekt "Weg zur Agropole".

Für Nettetal sind Landwirtschaft und die Weiterverarbeitung wichtige Wirtschaftsfaktoren. Dazu gehört das Projekt "Weg zur Agropole".

Foto: F.H. busch

Der Interreg-Ausschuss der Euregio Rhein-Maas-Nord hat jetzt zwei deutsch-niederländische Kooperationsprojekte genehmigt. Rund 50.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung stehen bereit. Dazu gehört das Projekt "Auf dem Weg zur Agropole", von dem auch die Stadt Nettetal profitiert.

Wie, erläutert der städtische Wirtschaftsförderer Dietmar Sagel: "Geplant sind zwei Veranstaltungen wie Tagungen und Workshops zu den Themen Ernährung und Zierpflanzen." Dabei gehe es um Fragen wie den Lebensstil und die nachhaltige Verwendung von Ressourcen. "Die beiden Themen sind im Trend; mit den Veranstaltungen sollen möglichst viele Menschen erreicht werden", so Sagel. Details seien bei dem Treffen im Nettetaler Rathaus noch nicht festgelegt worden.

Der Wirtschaftsförderer erläutert auch, was sich hinter dem abstrakten Begriff Agropole verbirgt. Vergleichbar dem Begriff Metropole, seien darunter ein Zusammenschluss aus Kommunen wie Nettetal, Straelen, Geldern und Kevelaer zu verstehen. In Nettetal sei nicht nur die Landwirtschaft ein wichtiger Faktor, sondern auch die Verarbeitung der Produkte. Nettetals Bürgermeister Christian Wagner (CDU) sei zudem Vorsitzender des Vereins Agrobusiness Niederrhein. Agrobusiness beinhalte nicht nur Landwirtschaft, sondern auch Produktion, Logistik und Vermarktung und Verkauf. "Dabei geht es um die gesamte Wertschöpfungskette von der Aussaat auf dem Feld bis hin zum Verkauf im Laden", so Dietmar Sagel.

Außerdem sagten die Mitglieder des Ausschusses "Ja" zum Projekt "Reformation 1517". Dabei wird eine zweisprachige Ausstellung zur Reformationsgeschichte in den Partnerstädten Venlo und Krefeld sowie ihrem Umland erarbeitet.

Diese beiden genehmigten Projekte gehören zum Rahmenprojekt "People to People" der Euregio Rhein-Maas-Nord, die grenzüberschreitende Projekte aus allen Themenfeldern fördert. Insgesamt stehen bis 2020 rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung; sie stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung für die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Region. Auch in diesem Jahr sind weiterhin europäische Fördermittel abrufbar, um die Kooperation am Niederrhein und in Noord- und Midden-Limburg voranzutreiben. Die Projekte werden begleitet vom Programm-Management bei der Euregio Rheinmaas-Nord in Mönchengladbach. Dort können sich Interessierte über die Fördermöglichkeiten informieren.

Info Karin Thevißen, Telefonnummer 02161 6985504, E-Mail: karin.thevissen@euregiormn.de; Nina Weitenberg, Telefon: 02161 6985519, E-Mail: nina.weitenberg@euregiormn.de und Vincent Schraven, Ruf: 02161 6985506, E-Mail: vincent.schraven@euregiormn.de. Anschrift: euregio rhein-maas-nord, Konrad-Zuse-Ring 6, 41179 Mönchengladbach. Online: www.euregio-rmn.de.

(busch-)
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