Kaldenkirchen: Landschaftsverband Rheinland dreht Film über Corso Film Casino

Kaldenkirchen : Das Corso Film Casino wird nun selber zum „Filmstar“

Der Landschaftsverband Rheinland dreht in Kaldenkirchen einen Film über das Corso Kino an der Grenzwaldstraße 15a.

Normalerweise führen Helmut Töpfer und sein Sohn Harald Töpfer Filme in ihrem Kino vor. Jetzt wurde Helmut Töpfer selber Protagonist eines Filmes. Der Landschaftsverband Rheinland dreht in Kaldenkirchen einen Film über das Corso Kino an der Grenzwaldstraße 15a. Das Ein-Saal-Kino, das 1957 eröffnet wurde und 128 Plätze bietet, setzt auf Service und Beinfreiheit. Die Kinobesucher können über Telefon Popcorn und Getränke ordern, Mitarbeiter bringen das Bestellte zum Platz.

Die Alltagsforscher des LVR interessieren sich, wie Kinos auf dem Lande in Zeiten digitaler Streaming-Dienste überleben. Wie hat sich das Kino als Kultur- und Freizeitort in den letzten Jahrzehnten verändert? Wer nutzt Kino wann und wie? Wodurch zeichnen sich die Lichtspielhäuser abseits der Metropolen aus? Konnte sich eine eigene Kinokultur im ländlichen und kleinstädtischen Raum entwickeln und erhalten? Solchen Fragen gehen die Forscher beim LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte nach.

Gemeinsam mit den Filmemachern von Benda Film aus Köln haben sie ein erstes filmisches Portrait eines rheinischen Kinos erstellt. Der Kurzfilm über das Corso Film Casino in Kaldenkirchen knüpft an eine Reihe an, die bisher die Geschichten von Lichtspielhäusern in den Städten des Ruhrgebiets erzählte. Weitere Informationen und den Link zum Film gibt es unter lvr.de/kinokultur.

Die Alltagsforscher des LVR freuen sich darüber hinaus, wenn Kinobesucher ihre eigenen Kinoerlebnisse mitteilen möchten. Willkommen sind auch Hinweise auf lohnenswerte Kinos im ländlichen Rheinland. Infos an: LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, Andrea Graf, Endenicher Straße 133, 53115 Bonn, oder Tel. 02 28 / 98 34 - 266 oder per mail: andrea.graf@lvr.de.

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