Jugendliche gestalten Hof der Arche in Nettetal-Lobberich neu

Lobberich : Jugendliche gestalten Hof der Arche neu

Besucher des Jugendfreizeitzentrums Arche und die Pfadfinder aus Lobberich polierten den Sportplatz und die Feuerstelle des Jugendheims auf. Dafür hatten sie sich 72 Stunden Zeit genommen.

Lagerfeuer-Atmosphäre in großer Runde mitten im Ortskern: Das gibt es jetzt im Hof des Jugendzentrums Arche in Lobberich. Auch vorher hatte das Jugendzentrum an St. Sebastian bereits zwar eine Feuerstelle, diese war aber kleiner und in die Jahre gekommen, ebenso der Ascheplatz wenige Meter weiter.

Vor knapp eineinhalb Monaten hatten die Jugendlichen der Arche eine 72-Stunden-Aktion geplant, um den Hof auf Vordermann zu bringen – mit Unterstützung vom Lobbericher Pfadfinderstamm St. Sebastian. „Wir haben dann erst mal die alten Steine um die Feuerstelle herausgenommen“, sagte Lutz Olschewski, Leiter des Pfadfinderstamms. Der 34-Jährige hat gemeinsam mit Ehefrau Steffi die Arbeiten am jetzt umgesetzten Aktionswochenende organisiert. „Parallel dazu hat ein Teil der Helfer den Sportplatz sauber gemacht und vorbereitet.“ Stephan Pläp, Leiter der Kinder- und Jugendarbeit des katholischen Kirchengemeindeverbands Nettetal, packte mit an, vor allem beim Sportplatz. „Wir bekamen im Laufe des ersten Tages auch Unterstützung von Besuchern des Jugendheims“, sagte Pläp. „Dann haben wir plötzlich mit 16 Leuten Unkraut gezupft und die Steine vom Sportplatz entfernt.“

Bis 22 Uhr habe die Gruppe rund sechs Kubikmeter Sand auf dem vorbereiteten Platz verteilt. Auf der Fläche von acht mal zwölf Metern musste der Sand ebenmäßig verteilt werden. Für die meisten Helfer war die Anreise am nächsten Tag kurz: Sie übernachteten im Jugendheim. „Wir haben dann am nächsten Tag um kurz nach acht wieder mit der Arbeit angefangen“, sagte der 15-jährige Pfadfinder Sebastian Widua.

Das Baumaterial wurde zum einen aus den 400 Euro Budget für das Vorhaben bezahlt, aber umliegende Händler und Baumärkte steuerten ebenfalls Material bei. Dieter Olschewski unterstützte seinen Sohn sowie die Kinder und Jugendlichen bei den Arbeiten im Hof. Der 68-Jährige gab beispielsweise Ratschläge, wie die Feuerstelle am besten gestaltet werden könnte. „Im äußeren Kreis haben wir die Steine, die dort vorher benutzt wurden, neu verlegt, bei Hitze kann Naturstein aber platzen“, sagte Lutz Olschewski. Um die Feuerstelle herum wurden anschließend Bänke aus Holz und Betonträgern aufgestellt. „Wir haben Douglasien-Bretter verwendet, die witterungsbeständiger sind als anderes Holz“, sagte Dieter Olschewski.

Die Aktion sei nicht nur wichtig gewesen, um den Platz aufzuwerten – bei den Arbeiten hätten vor allem die Jugendlichen sich einbringen, ihre Ideen umsetzen und selbst an dem Wunschergebnis arbeiten können. „Natürlich haben wir auch unterstützt, aber die Idee war, dass die Kinder und Jugendlichen die Arbeit selbst machen“, sagte Olschewski. Wenn es zeitlich etwas eng wurde, hätten die Erwachsenen zwar mitgeholfen, jedoch sei das Endergebnis etwas, worauf die Jugendlichen auch Jahre später stolz zurückblicken sollten. Deshalb wurde auch an der Feuerstelle in der Mitte ein Kreis eingegossen, in dem alle Beteiligten sich mit Handabdrücken verewigen konnten. Eingeweiht wurde der Platz nach 72 Stunden mit Würstchen – heiß gegrillt an der neuen Feuerstelle.

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