Nettetal: Integrationsrat und Flüchtlingshilfe kooperieren

Nettetal : Integrationsrat und Flüchtlingshilfe kooperieren

Geplant sind unter anderem gemeinsame Aktionen wie ein Fastenbrechen und der "Treffpunkt International"

Der Integrationsrat der Stadt Nettetal und die Flüchtlingshilfe Nettetal wollen ab sofort enger zusammenarbeiten. Ein erstes gemeinsames Treffen hat bereits im Januar stattgefunden. "Die Kooperation kann nur von Vorteil sein", sagte Sozialamtsleiterin Ina Prümen-Schmitz in der jüngsten Sitzung des Integrationsrats. "Unsere Ansprüche überschneiden sich, aber jeder von uns hat andere Möglichkeiten." Einige gemeinsame Aktionen sind schon geplant.

Die Flüchtlingshilfe sei sehr nah dran an den Menschen, der Integrationsrat biete die Strukturen, sagte Prümen-Schmitz: "Diese Ergänzung ist unheimlich sinnvoll." Bewährt hat sich die Kooperation bereits bei der Organisation und Durchführung des Nettetaler Frauentags Ende April: 200 Frauen aus unterschiedlichen Kulturen hatten sich im Jugendheim Arche in Lobberich getroffen.

Dort soll auch am Freitag, 8. Juni, ab 20.30 Uhr wieder eine gemeinsame Aktion stattfinden: ein Fastenbrechen zum Ende des Ramadan, des Fastenmonats der Muslime. "Es gibt ein Picknick, jeder bringt etwas mit", sagte Sandra Breuer, Vorsitzende des Fördervereins Flüchtlingshilfe Nettetal.

Zudem wollen die beiden Kooperationspartner regelmäßige Treffen etablieren, wie es sie vor zwei Jahren gegeben hat, "als so viele Menschen gerade neu nach Nettetal gekommen waren", so Breuer. Einmal im Quartal soll es sonntags den "Treffpunkt International" geben, jedes Mal in einem anderen Stadtteil. Der erste Termin ist der 1. Juli, 14 bis 17 Uhr, im Jugendheim Arche, An St. Sebastian 37 in Lobberich.

Die Unterstützung der Flüchtlingshilfe ist vielfältig: Die Mitglieder geben Sprachkurse, organisieren Freizeit-Angebote und helfen mit einem gut funktionierenden Netzwerk. Es gibt eine Hausaufgabenhilfe, Kindeswohlschulungen, Nähtreffs, Ausflüge und Kreativtreffs sowie Fachtagungen für Ehrenamtliche. "Darauf kann Nettetal stolz sein", sagte Ralf Schröder, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins der Flüchtlingshilfe in der Sitzung des Integrationsrats.

Finanziell fördern will der Integrationsrat "Spuki", das geplante Sprachförderkonzept "Sprache und Kinder" der Flüchtlingshilfe an den Nettetaler Grundschulen. "Für solch ein Projekt alleine hat der Integrationsrat nicht die Mittel und Kapazitäten", sagte Sozialamtsleiterin Prümen-Schmitz.

(emy)