Integrationsrat Nettetal bereitet sich auf Kommunalwahl 2020 vor

Nettetal : Integrationsrat bereitet sich auf Kommunalwahl 2020 vor

Dann wird das 13 köpfige Gremium neu besetzt. 2014 lag die Wahlbeteiligung bei rund 14 Prozent.

Bis zur Kommunalwahl 2020 ist es zwar noch mehr als ein Jahr hin, aber die Mitglieder des Nettetaler Integrationsrates bereiten sich schon jetzt langsam darauf vor. Denn häufig kommen die Mitglieder vor der Wahl, zu der auch der Integrationsrat neu besetzt wird, nicht mehr zusammen. Der Integrationsrat tagt regulär zweimal im Jahr. Darum hat jetzt die „zweit- oder drittletzte Sitzung in dieser Besetzung“ stattgefunden, wie die Vorsitzende Hayfa Kassas erläuterte. Sie warb dafür, sich für die Wahl des Integrationsrats aufstellen lassen.

Laut Nina Smets, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt und in Nettetal zuständig für das Thema Wahlen, muss ein Integrationsrat dann gewählt werden, wenn in einer Stadt mindestens 5000 ausländische Staatsbürger leben. „Das ist in Nettetal der Fall“, sagte Smets. Die genaue Zahl werde derzeit ermittelt, heißt es von der Stadtverwaltung.

Als „Sprachrohr der Migranten“ sind die Mitglieder stetig bemüht, das Zusammenleben für alle zu verbessern. Sie entwickeln Ideen zur Weiterentwicklung der Integration in Nettetal, unterstützen Aktionen von bereits tätigen Organisationen, Vereinen und Ehrenamtlichen, installieren eigene Angebote, betreiben Vernetzung, positionieren das Thema „Integration“ öffentlich und tragen relevante Themen in die entsprechenden Gremien und Ausschüsse.

Das Gremium besteht aus 13 ehrenamtlichen Mitgliedern, wovon acht gewählt werden, die fünf anderen durch den Rat bestellt. „Das wird so bleiben“, sagte Smets. Derzeit sitzen im Integrationsrat die Stadtratsmitglieder Helma Josten und Marita Liedtke (beide CDU), Karin Banck (SPD), Martina Derpmanns (Grüne) und Andreas Zorn (WIN).

Interessierte Kandidaten müssen älter als 18 Jahre sein und mindestens drei Monate in Nettetal wohnen. Aufstellen lassen können sich Einzelbewerber oder Gruppen. Bei der Wahl 2014 waren 5538 Personen wahlberechtigt, Asylbewerber fallen nicht darunter, sagte Smets. Die Wahlbeteiligung lag 2014 bei knapp 14 Prozent.

Laut Kassas wolle sich der Integrationsrat in Zukunft wieder auf die Belange von Migranten konzentrieren. Wegen der Flüchtlingsproblematik habe man die Zielgruppe nicht mehr ausreichend im Blick gehabt.

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