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In Nettetal wurden am Windmühlenbruch weitere tote Karpfen gefunden

Die Seen in Nettetal : Weitere tote Karpfen am Windmühlenbruch

Zuerst waren nur drei tote Karpfen am Windmühlenbruch entdeckt worden. Jetzt wurden weitere acht tote Fische gefunden. Was der Kreis und die Angler dazu sagen.

Nach unserer Berichterstattung über drei tote Karpfen am Windmühlenbruch hat das zuständige Umweltamt des Kreises Viersen bei einer Begehung weitere tote Fische gefunden. Aufgrund des Verwesungsgrades lasse sich darauf schließen, dass diese acht Tiere bereits vor einer Woche verendet sind, heißt es in der Mitteilung des Kreises. Da im Bereich des südlichen Ufers weiterhin andere Fische verschiedenster Arten lebendig gesichtet worden seien, sei weder von einem geringem Sauerstoffgehalt noch von einer Fehleinleitung in Nette oder Windmühlenbruch auszugehen. Beim Kreis wird vermutet, dass die Fische eventuell beim Angeln verletzt und nach dem Wiedereinsetzen verendet sind.

Guido Gahlings, Vorsitzender des Umweltausschusses, sprach vor Ort mit Anglern und nahm mit Vereinsvertretern des ASV Nettetal Kontakt auf. Auch die Untere Fischereibehörde des Kreises, Monika Buschmann und Klaus Ossmann als Geschäftsführer der Fischereigenossenschaft Nettetal, waren eingebunden. Inzwischen haben Mitglieder des Anglervereins die toten Karpfen aus dem See geholt. Andere Fische waren bisher nicht betroffen. Herbert Siegersma, Fischereiaufseher des Kreises Viersen und stellvertretender Vorsitzender des ASV Netteseen, vermutet, dass aufgrund fehlender Unterwasserstrukturen im See etwa in Form von Seerosenfeldern den Karpfen einfach Ablaichmöglichkeiten fehlen und sie deshalb zugrunde gehen.

(hb)